(vk) Nach dem Kantersieg zum Rundenauftakt beim Aufsteiger Hünfelder SV war auch der erste Heimauftritt der SG Kleenheim in der Handball-Oberliga Hessen der Männer beim 31:23 (18:10)-Erfolg über den konterstarken TSV Vellmar absolut überzeugend, so dass die Kleenheimer nach zwei klaren Siegen die Tabelle weiter anführen.
„Wir hatten uns fest vorgenommen, mit einem Heimsieg zu starten, unser Konzept ging über 30 Minuten voll auf, ein überragender Micha Wiener hat bis zu seiner Disqualifikation (42.) gegen Vellmars Torjäger Kevin Trogisch, der nur zu zwei Treffern kam, hervorragend gearbeitet und im Block stand ein starker Christian Keil“, analysierte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab. Daraus resultierten natürlich Tempogegenstöße, die meistens über dir rechte Seite von David Straßheim oder die linke Seite von Fabian Höpfner erfolgreich ausgeführt wurden. Dazu kam noch ein starker Torhüter Jens Elsner.
Bis zum 4:4 (7.) durch den spanischen Spielmacher Abraham Icardo blieben die Nordhessen dran, dann setzte sich Kleenheim auf 7:4 (11.) durch Jörg Müller ab. Das 9:6 (16./Straßheim) und das 10:6 (16./Höpfner) gingen auf die Konten der schnellen Außen der SG Kleenheim und waren mustergültige Treffer per Tempogegenstoß. Bis zur Pause klappte das Kleenheimer Spiel immer besser. Wiener verwertete am Kreis ein Zuspiel des jungen Torben Weinandt zum 14:7 (22.). Die Seiten wurden beim 18:10 für Kleenheim gewechselt. „Wir sind dann auch gut in die zweite Halbzeit gestartet, hatten dann aber einen kleinen Knick in unserem Spiel“, erläuterte Wohlrab. Beim 22:12 (37.) durch den schnellen Fabian Höpfner von Linksaußen betrug der Kleenheimer Vorsprung zehn Tore. Auch Micha Wiener traf per Gegenstoß zum 23:13 (39.), ehe Wiener nach einem Foul an Marc Imberger disqualifiziert wurde (42.). Da gab aber nur scheinbar einen Bruch im Kleenheimer Spiel. Beim 20:25 (52.) hatte Kevin Trogisch mit seinem zweiten und letzten Treffer den Abstand der Nordhessen auf fünf Tore verringert. „Doch wir haben uns dann wieder gefangen und Manuel Eckhard hat in den letzten Minuten guten Zugriff zum Spiel mit einigen gehaltenen Bällen gehabt“, lobte der Kleenheimer Coach, der um Verständnis bat, „dass wir nicht 60 Minuten so spielen können wie in der ersten Halbzeit“. Gästetrainer Andreas Paul hatte zwar „einige erarbeitete Chancen“ seiner Mannschaft gesehen. Doch gegen die Kleen-heimer Deckung war das nicht immer möglich, erfolgreich abzuschließen. „Wir haben einige Leistungsträger verloren, unser Ziel kann es nur sein, ein ausgeglichenes Punktekonto anzustreben“, erklärte Paul weiter. Für die SG Kleenheim brechen nun die Derbywochen in Wettenberg und zu Hause gegen Pohlheim an!
HSG Kleenheim: Elsner, Eckhard (ab 52.Min.); Weller, Höpfner (8/2), Keil, Straßheim (9), Schier (1/1), Jörg Müller (3), Köhler, Reusch (1), Wiener (5), Kollmann (3), Weinandt (1).
TSV Vellmar: Gumula, Becker (n.e.); Kirkemann (2), Vukasin (2), Wunderlich (1), Icardo (6/4), Muth (1), Hujer, Brückmann, Stumbaum (2), Trogisch (2), Botte (3), Kiebach (4), Im-berger.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Sascha Seils / Tim Seils (Waldmichelbach). / Zuschauer: 100. / Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Höpfner, Müller - Vukasin, Wunderlich, Brückmann). / Disqualifikation: Wiener (Kleenheim/42.). / Siebenmeter: 3/3 - 4/4.
Volkmar Köhler