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Aktuelles - Detail

Erneut überragende Abwehrleistung

Handball-3.Liga Ost, Frauen: SG Kleenheim sichert sich die Meisterschaft / 27:22 (16:10)-Heimerfolg im Spitzen-spiel gegen den SC Markranstädt / Durch Niederlage der HSG Gedern/Nidda in Ober-Eschbach fangen die Kleenheimerinnen den Wetterauer Vertreter noch an der Tabellenspitze ab

 

(vk) Für viele kommt es völlig überraschend, das sich die SG Kleenheim im Endspurt der Saison in der 3.Liga Ost der Frauen doch noch die Meisterschaft holte. Allerdings hatten es viele geahnt, das Gedern/Nidda nach der 19:23-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen Kleenheim angeschlagen und Kleenheim für das Spitzenspiel gegen den Dritten SC Markranstädt am Samstag bis in die Haarspitzen motiviert war und am Ende einen an und für sich nie gefährdeten 27:22 (16:10)-Heimsieg bei gleichzeitiger 10:20-Niederlage von Gedern/Nidda bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus landete. Somit wurden die Kleenheimerinnen sogar von den Punkten her (33:11) Meister vor Gedern/Nidda (32:12), werden aber den Aufstieg nicht wahrnehmen.

Schon drei Minuten vor Ende feierten die Kleenheimer Fans, weil die Partie in Ober-Eschbach schon beendet war, Kleenheim aber noch die letzten drei Minuten runterspielen musste. Bei Kleenheim wusste die Mannschaft von Anfang an, worauf es ankommt. Nach 46 Sekunden hatten Lisa Kiethe und Janina Langenbach zur 2:0-Führung (1.) eingeworfen. Die Sachsen kamen durch ihre Torjägerin Jasmin Helen Müller, die im Hinspiel in letzter Sekunde den Siegtreffer für ihre Mannschaft aus einem Freiwurf heraus, erzielt hatte, zum 2:2-Ausgleich (3.). Dann setzten sich die Gastgeberinnen durch drei Treffer der erneut überragenden Katharina Wagner und einem Tor von Lisa Kiethe von Rechtsaußen auf 6:2 (8.) ab, wobei dem sechsten Kleenheimer Treffer von Wagner ein sehenswertes Zuspiel von Nina Hess über den gesamten Platz vorausgegangen war. Nach dem 7:4 (11.) durch Jenice Funke baute Kleenheim die Führung auf 12:4 (22.) durch einen Heber vom Emely Nau aus. Die Gäste kamen etwas stärker auf und konnten über 8:15 (25.) bis zur Pause auf 10:16 verkürzen, wobei die sechsfache Torschützin Julia Pöschel mit dem Pausenpfiff verkürzte. Nach dem Wechsel stellten die Gastgeberinnen auf 22:13 (42.) nach einem Doppelschlag von Tamara Heinzelmann. Beim 24:14 (45.) durch einen von Spielmacherin Nina Hess verwandelten Siebenmeter hatte Kleenheim den klarsten Vorsprung heraus geworfen und steckte dann etwas zurück. Nach Wagners 26:17 (49.) durch einen schulmäßig vorgetragenen Tempogegenstoß kamen die Gäste durch Pöschel auf 20:26 (56.) heran. Nach Wagners neuntem Tagestreffer zum 27:21 (59.) startete die Kleenheimer Zuschauer auf der Tribüne schon die Party. „Wir haben sehr gut begonnen, haben bis zur 22.Minuten nur vier Gegentore kassiert und wieder eine überragende Abwehrleistung geboten“, analysierte Kleenheims Trainer Julian Reusch nach seinem letzten Spiel. „Die Mannschaft hat eine tolle Einstellung mit ins Spiel gebracht, da kann man heute keine Spielern herausheben“, erläuterte Reusch. Seine Mannschaft habe vor der Halbzeit bei der Manndeckung gegen Nina Hess „etwas Probleme gehabt“. „Wir haben das in der Halbzeit besprochen, die Mannschaft hat das dann sehr gut umgesetzt, wichtig war, das wir nach der Pause nicht nachgelassen, den Vorsprung ausgebaut (24:14) haben und den Gegner nicht mehr heran-kommen lassen haben“, bilanzierte Julian Reusch.

SG Kleenheim: Mack (bis 30.Min.), Buhlmann (ab 31.Min.), Jetishi (nur bei Siebenmetern); Hess (5/2), Schuch, Schorradt, Heinzelmann (4), vom Hagen, Fischer, Kiethe (4), Wagner (9), Langenbach (4/1), Nau (1), Winkes.

SC Markranstädt: Laneus, Detjen, Mikszto; Müller (6/3), Pöschel (6), Schmidt (2/1), Dietrich (6), Pauluszkiewicz, Funke (1), Kathner (1), Havel, Paul.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Sven Beck / Sven Braun (Brühl / Kuppenheim). / Zu-schauer: 150. / Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Schorradt, Langenbach, Nau, Winkes/zwei - Pöschel/zwei, Kathner, Paul). / Disqualifikation: Schorradt (Kleenheim / 53:10 Min.), Schmidt (Markranstädt / 56:09). / Siebenmeter: 5/3 - 6/4.

                                                     Volkmar Köhler