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Derby geht an Kleenheim II

Handball-Landesliga Mitte, Frauen: SG Kleenheim II gewinnt das letzte Derby des Jahres / 28:18 (14:10)-Erfolg beim TV Hüttenberg II etwas zu hoch ausgefallen, aber durchaus verdient

 

(vk) Am vorletzten Spieltag in diesem Jahr in der Landesliga Mitte der Frauen gewann die SG Kleenheim II das letzte Derby in 2017 bei Aufsteiger TV Hüttenberg II deutlich mit 28:18 (14:10). Bei den Gastgeberinnen musste Trainerin Ursel Asboe die Leistungsträgerinnen Kim Fuhrländer, Karina Schmidt und kurzfristig auch Sarah Marwald ersetzen und „diese Spielerinnen sind eben für uns schwer zu ersetzen“, sagte Asboe.

„Zehn Tore Unterschied spiegeln nicht den gesamten Verlauf der 60 Minuten wieder, wenn auch der Kleenheimer Sieg verdient war“, erklärte die Hüttenberger Trainerin. „In der ersten Halbzeit waren wir gleichwertig, haben aber Chancen ausgelassen und dann waren es auch Kleinigkeiten“, verdeutlichte Asboe, die in der „körperlichen Präsenz von Spielerinnen wie Julia Wohlrab, der 18-jährigen A-Jugendlichen Ann-Sophie vom Hagen und Lisa Schäfer die Unterschiede“ sah. Dem Kleenheimer Trio gelangen zusammen 18 der 28 Gäs-tetreffer! „Wir haben eine gute, engagierte Abwehr gespielt, nur hat die Durchschlagskraft gefehlt, kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, bilanzierte die TVH II-Trainerin.

Gästetrainer Etienne Emmert war dagegen „sehr zufrieden, mit einem kleinen Aber“ wie er sagte. Das „Aber“ bezog sich darauf, dass „wir Probleme bei der Verteidigung mit der gegnerischen Kreisläuferin hatten“. „Ansonsten war das eine gute Mannschaftsleistung, wir haben gut kombiniert, temporeich und dynamisch gespielt“, so der Kleenheimer Coach, der unter der Woche mit der Mannschaft im Angriffsbereich vermehrt gearbeitet hatte. Emmert lobte Lisa Schäfer, Julia Wohlrab und die angeschlagene A-Jugendliche Ann-Sophie vom Hagen, die wenige Stunden vorher im A-Jugendspitzenspiel nicht so glänzen konnte. „Die zweite Halbzeit war super von uns“, konstatierte Emmert, der sich auch wieder auf eine starke Caroline Altenheimer im Kleenheimer Tor verlassen konnte.

Nach dem 2:2 (2.) durch Lisa Schäfer waren die Hüttenbergerinnen am Drücker, führten über 4:2 (5./Svenja Lüling-Siebenmeter) bis zum 7:5 (11.) durch die junge Linkshänderin Nicole Kunzig. Nach einem Doppelschlag der stark verbesserten Therese Blasig führte Kleenheim II erstmals beim 8:7 (18.). Hüttenberg konnte beim 8:8 (19.) durch „Franzi“ Janz noch ein letztes Mal gleichziehen, geriet dann mit 8:12 (26.) durch Katja Schön ins Hinter-treffen und lag auch zur Pause mit 10:14 zurück.

Nach Wiederbeginn waren die Fronten gleich geklärt. Aus dem 11:14 (32.) durch Alisa Schepp, wurde innerhalb von gut fünf Minuten ein 11:18 (38./Lisa Schäfer), was schon vorentscheidenden Charakter hatte. Svenja Lüling verkürzte vom Punkt auf 14:20 (47.), ehe ein Dreier-Pack von Youngster Ann-Sophie vom Hagen Kleenheim II mit 23:14 (52.) nach vorne brachte. Beim 26:16 (56.) durch einen Kerstin Schulz-Siebenmeter führte Kleenheim II erstmals mit zehn Toren Vorsprung und nach einem Doppelpack von vom Hagen betrug die Kleenheimer Führung beim 28:16 (58.) gar zwölf Tore Unterschied, ehe Svenja Lüling und Alisa Schepp noch auf den 18:28-Endstand aus Hüttenberger Sicht stellten.

TV Hüttenberg II: Julia Schaffer; Klaus, Reitz, Couper (1), Janz (1), Alisa Schepp (6), Kathrin Luh, Blasini (2), Svenja Lüling (4/2), Taylor (1), Kunzig (3), Jung, Nicolai, Seipp.

SG Kleenheim II: Altenheimer, Stahl (ab 49.Min.); Neul, Kerstin Schulz (4/1), Rink, Schäfer (7), Therese Blasig (4), Wohlrab (4), Kreß, vom Hagen (7), Stephanie Schön, Mattheiß, Isabell Schepp, Katja Schön (2/1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Thomas Allendörfer / Alexander Auth (HSG Lollar/Rutters-hausen). / Zuschauer: 70. / Zeitstrafen: 4:0 Minuten (Blasini, Sepp - keine). / Siebenmeter: 3/2 - 4/2.

                             Volkmar  Köhler