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Aktuelles - Detail

Jonas Friedrich in Aktion. Bild: Wolfgang Pachner

Das war schwach

Handball-Oberliga Hessen, Männer: Schwacher Heimauftritt der SG Kleenheim gegen das Schlusslicht / Nur 34:26 (14:13)-Sieg gegen den Hünfelder SV / Gäste über eine Halbzeit gut dabei

 

(vk) Nach der ersten Heimniederlage gegen den TV Kirchzell am vergangenen Sonntag war das folgende Heimspiel der SG Kleenheim in der Oberliga Hessen der Männer mit einem 34:26 (14:13)-Erfolg gegen das erst einmal erfolgreiche Schlusslicht Hünfeld SV zwar vom Ergebnis her von Erfolg gekrönt, nicht aber von dem, was die Kleenheimer Mannschaft auf die Platte brachte.

Der Außenseiter aus Osthessen führte im ersten Spielabschnitt gleich sechs Mal und hielt über eine Halbzeit lang in Oberkleen vor wieder nur 90 Zuschauern dagegen. „Im Gesamten kann ich nicht zufrieden sein, vor allem mit der ersten Halbzeit, wir waren viel zu passiv in der Deckung“, analysierte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab. „Wir standen viel zu flach und sind nicht ins Gegenstoßspiel gekommen“, erläuterte der Kleenheimer Trainer.

Keine Spur vom Kleenheimer 34:18-Hinspielerfolg in Hünfeld! Die Gäste hatten sicherlich, wenn auch nicht von den Ergebnissen her, in den letzten Spielen bessere Leistungen und engere Ergebnisse geliefert. Aber das Kleenheimer Spiel am Samstag Abend war arg fehlerbelastet und defensivschwach. Sicherlich fehlten mit Spielmacher Dennis Köhler (Grippe), Cedrick Kollmann (Bänderriss) und Jannnik Herbei (Schulter) drei Spieler, was aber für die allzu bescheidende Kleenheimer Leistung kein Grund sein kann. Dafür rückte aus der zweiten Mannschaft Philipp Schäfer auf und Trainer Wohlrab ließ drei Torhüter auflaufen.

Hünfeld führte fünf Mal bis zum 5:4 (10./Kevin Houston) und dann noch einmal beim 9:8 (17./Alexander Unglaube), glich dann bis zum 13:13 immer wieder aus, ehe Christian Keil für die knappe Kleenheimer 14:13-Pausenführung sorgte.

Nach dem Wechsel vergrößerte Kleenheim den Vorsprung auf 17:13 (34./Höpfner-Siebenmeter) und dann auf 20:15 (37./Straßheim), souverän war die Leistung allerdings nicht. Keine zwei Minuten später hatte Hünfeld auf 18:20 (39.) durch Julien Sandrock verkürzt. Vor allem gegen Alexander Unglaube (7) und Lennet Sitzmann (6) sah die Kleenheimer Defensive immer mal wieder schlecht aus. Nach Sandrocks 22:24 (45.) für Hünfeld setzte sich Kleenheim auf 27:22 (50.) durch einen Treffer von Rechtsaußen David Straßheim ab. Immerhin konnten allmählich die erneut wenigen Kleenheimer Fans beruhigt werden, das die Partie eine „enge Kiste“ werden würde. Vor allem Jörg Müller mit acht und Linksaußen Fabian Höpfner (10/5) sorgten dafür, das die Gäste nicht mehr näher herankamen und Kleenheim den Vorsprung vergrößerte. Alleine drei Mal landete der Ball im leeren Kleenheimer Tor, weil der Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers sein Gehäuse verlassen hatte. Jörg Müller machte mit seinem achten Tagestreffer die „30“ voll (30:24/55.). Daniel Schier konnte dann am Schluss noch zwei Siebenmeter verwerten zum 34:26-Sieg der Kleenheimer, die weiter Tabellendritter sind.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit auf eine 5:1-Abwehr umgestellt, Jens Elsner hat sehr gut gehalten und Jörg Müller ein richtig gutes Spiel gemacht, aber es war nicht mehr als ein Pflichtsieg“, bilanzierte Wohlrab.

SG Kleenheim: Elsner, Eckhard, Schäfer; Höpfner (10/5), Keil (1), Straßheim (7), Schier (4/2), Jörg Müller (8), Schäfer, Reusch (1), Wiener (2), Weinandt, Friedrich (1).

Hünfeld SV: Harseim, Krätzig; Sitzmann (6), Sauer (2), Fischer (1), Hinckel (1), Klein, Schott (1), Houston (2), Hyseni (3), Sandrock (3), Unglaube (7).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Rene Lahaye / Jan Sommerfeld (TSG Offenbach-Bürgel / TV Altenhaßlau). / Zuschauer: 90. / Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Straßheim, Wiener - Fischer, Hyseni). / Siebenmeter: 7/7 - 0.

                                        Volkmar Köhler