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Das war nix mit Hamburg

DHB-Amateur-Pokal, Viertelfinale, Männer: Die SG Kleenheim scheidet nach ganz schwacher zweiter Halbzeit aus / Nach 20:27 (8:8)-Niederlage beim mitteldeutschen Oberligisten HC Elbflorenz Dresden II sind die Mittelhessen im DHB-Amateur-Pokal ausgeschieden

 

(vk) Der hessische Oberligist SG Kleenheim ist im Viertelfinale um den DHB-Amateur-Pokal beim mitteldeutschen Oberligisten HC Elbflorenz Dresden II mit 20:27 (8:8) vor allem in der zweiten Halbzeit sang- und klanglos ausgeschieden und verpasst damit das Finale am 6.Mai in Hamburg, wozu außer in diesem Spiel noch ein Erfolg im Halbfinale erforderlich gewesen wäre.

Der Oberliga-Zweite aus Hessen spielte vor allem eine schwache zweite Halbzeit und hatte einige Ausfälle. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gedeckt, hatten aber im Angriff schon zu wenig Bewegung im Spiel und waren auch nicht geduldig genug“, analysierte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab, der am Ende nur „einen starken Jens Elsner im Tor in der ersten Halbzeit und eine sehr guten Julian Reusch“ hervor heben konnte.

Reusch eröffnete in der neuen BallsportArena Dresden vor 150 Zuschauern, darunter auch knapp 30 Kleenheimer Anhänger, mit dem Führungstreffer der Gäste, die noch einige Male im ersten Durchgang ausgleichen konnten. Reusch egalisierte auch zum 3:3 (12.) und Wiener zum 5:5., ehe die Sachsen vorne lagen und erneut der neunfache Torschütze Julian Reusch zum 8:8-Pausenstand traf.

Nach Wiederbeginn ging Kleenheim beim 9:8 (32.) durch einen  Reusch-Siebenmeter ein letztes Mal in Führung. David Straßheim konnte beim 11:11 (44.) noch einmal ausgleichen, ehe sich Elbflorenz II auf 15:11 (47.) absetzte und Kleenheim eine Auszeit nahm, die aber  der Mannschaft nicht mehr in die Spur verhalf. Nach Pass von Torhüter Elsner konnte Straßheim auf 12:17 (49.) verkürzen. Beim 15:19 aus Kleenheimer Sicht erfolgte die nächste Auszeit der Gäste, ehe die Dresdener auf 23:15 (50.) entscheidend davonzogen. Jörg Müller verkürzte auf 16:23, die Hausherren konnten dann das Spiel locker herunter spielen gegen eine zuweilen indisponierte Kleenheimer Mannschaft. Reusch gelang mit seinem neunten Treffer der 20:27-Endstand aus Kleenheimer Sicht, womit das Pokalaus besiegelt war. „Wir sind nicht ins Gegenstoßspiel gekommen, haben 19 Tore in der zweiten Halbzeit gefangen, haben insgesamt eine schlechte zweite Halbzeit gespielt, vielleicht habe ich da zu offensiv spielen lassen, das geht auf meine Kappe, wir gewinnen und verlieren zusammen“, sagte Wohlrab, der „eine defensivere Variante“, wie er selbst sagt, „besser hätte spielen lassen“.

„Ich gratuliere dem Gegner, die waren besser und haben verdient gewonnen, sicherlich wären wir gerne weiter gekommen, aber nun richtet sich der Fokus wieder ganz auf die Meisterschaftssaison und das nächste Spiel gegen Münster“, zog Wohlrab sein Fazit.

HC Elbfloren Dresden II: Balster (1), Stopp; Grießbach (1), Eckart (3), Märtner (1), Carl (2), Blasczyk (7/3), Kretschmer (1), Hoffmann (7), Kammlodt (2), Polay (2), Marschall, Matschos, Welz.

SG Kleenheim: Elsner, Eckhardt (bei einem Siebenmeter, ab 50.Min.); Herbel (1), Höpfner (1), Keil (2), Straßheim (2), Schier, Müller (1), Köhler, Reusch (9/2), Weinandt (1), Friedrich, Eisenhardt (1), Wiener (2).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: David Große / Sven Kreutz (Nordhausen). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Hoffmann – Keil, Friedrich/zwei, Wiener). / Siebenmeter: 3/3 – 5/2.

                              Volkmar Köhler