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Aktuelles - Detail

Das war nix

Handball-Oberliga Hessen, Männer:

Das war nix, sogar gar nix SG Kleenheim! / Spielgemeinschaft lässt sich im Derby bei der 16:25 (8:14)-Abfuhr bei der HSG Pohlheim regelrecht vorführen / Johannes Wohlrab: „Die Leistung war sehr enttäuschend, ich bin maßlos enttäuscht“

 

(vk) Nach 21:1 Punkten und elf Spielen ohne Niederlage kassierte die SG Kleenheim in der Handball-Oberliga Hessen der Männer nach der Heimniederlage gegen den potentiellen Meister SG Bruchköbel am vergangenen Samstag nun im Derby bei der HSG Pohlheim mit 16:25 (8:14) die zweite Niederlage in Folge und die auch noch in einer unglaublichen Deutlichkeit.

„Wir haben von der ersten bis zur 60.Minute alle Mann die Grundtugenden, die man braucht, um ein Derby erfolgreich zu gestalten, wie Wille, Aggressivität und Kampfgeist vermissen lassen“, sagte Johannes Wohlrab. Dabei hat der Kleenheimer Trainer gegen die ohne den privat verhinderten Torjäger Chris Grundmann angetretenen Pohlheimer fast alles probiert wie eine 5:1-, 6:0- oder auch 3:2:1-Deckung und vorne, wo gar nichts zusammenlief und jegliche Durchschlagskraft fehlte, wurde auch mit einem siebten Feldspieler agiert. „Das einzige Positive war vielleicht noch unsere 3:2:1-Deckung in der zweiten Halbzeit“, merkte Wohlrab an. „Wir müssen jetzt aufpassen, das wir uns eine gute Saison nicht kaputt machen, wir sind immer noch Dritter und der dritte Platz am Rundende bleibt unser Ziel“, erklärte der Kleenheimer Trainer, der sich schon wieder fokussiert auf die nächsten Spiele zeigte. Am nächsten Samstag kommt die MT Melsungen II nach Oberkleen. „Wir müssen noch einmal analysieren wieso man in einem Derby keine Einstellung hat“, fragte sich der Kleenheimer Coach. Auch das Torhüter-Duell ging an Pohlheim. Kleenheims Jens Elsner spielte zwar gut, aber sein Gegenüber Jan Wüst, der auch ein Tor erzielte, war an diesem Abend besser. Die Kleenheimer, die auch noch zwei Siebenmeter liegen ließen, gingen durch Torjäger Fabian Hoepfner (3.) in Führung. Beim 2:2 (7.) und 3:3 (13.) per Siebenmeter jeweils durch Hoepfner glichen die Gäste wieder aus. Nach Woiwods 4:4 (15.) sorgte Jörg Heimbach mit seinem einzigen Treffer beim 5:4 (17.) für die letzte Kleenheimer Führung, ehe Pohlheim auf 7:5 (21.) durch Felix Erdmann davonzog. Nach Marc Weller 6:7-Anschlusstor (21.) für die Gäste, erhöhte Pohlheim auf 9:6 (23.) wiederum durch Erdmann. Kleenheim legte die grüne Karte, doch das Kleenheimer Spiel wurde nach dem Team-Timeout keineswegs besser und Pohlheim erhöhte auf 11:6 (27.) durch Max Rühl. Jonas Friedrich verkürzte auf 8:12 (29.), ehe sich die Gäste vor rund 380 Zuschauern in der Sporthalle Holzheim in der letzten Minute des ersten Durchgangs noch zwei Treffer einfingen, so dass beim 14:8-Pausenstand zugunsten der HSG Pohlheim schon eine Vorentscheidung gefallen war. Das Kleenheimer Spiel war nach der Pause weiterhin fehlerhaft, ohne Einstellung und Durchschlagskraft in der Offensive. So wuchs der Rückstand der Gäste gegen keineswegs überragende Pohlheimer, die allerdings solide spielten und ihr Handwerk beherrschten, weiter an. Kleenheim konnte zwar nach dem 8:16 (34.) durch einen Hoepfner-Siebenmeter und einen Treffer von Florian Eisenhardt auf 10:16 (36.) verkürzen. David Straßheim verkürzte noch einmal auf 12:17 (44.), ehe der Rückstand der Kleenheimer über 12:20 (48./Träger) beim 13:22 (52./Nikolas Happel) am deutlichsten schon neun Tore Unterschied wie beim Abpfiff war.

HSG Pohlheim: Wüst (1), Schlegel; Nikolas Happel (3), Weisel, Rühl (7/4), Erdmann (2), Niclas (2), Dönicke (1), Christian Schäfer (2), Pausch (1), Lex (1), Ohrisch (1), Träger (4).

SG Kleenheim: Elsner, Eckhard (20.- 45.Min.); Hoepfner (4/2), Keil, Straßheim (3), Eisenhardt (1), Heimbach (1), Köhler (1), Weller (1), Woiwod (2), Weinandt (2), Reusch, Wiener, Friedrich (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kaplan / Scheld (Wiesbaden/Hüttenberg). / Zuschauer: 380. / Zeitstrafen: 8:6 Minuten (Happel/zwei, Niclas/zwei - Keil, Weller, Weinandt). / Siebenmeter: 5/4 - 4/2.

 

                                       Volkmar Köhler