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Aktuelles - Detail

Auf Reusch wartet schwere Aufgabe

Handball-3.Liga Ost, Frauen: Auf den neuen Interimstrainer Julian Reusch und die SG Kleenheim wartet eine schwere Aufgabe / Am Sonntag um 17 Uhr kommt mit Germania Fritzlar ein ambitioniertes Spitzenteam mit mehreren individuell starken Spielerinnen nach Ober-kleen / Schorradt, Fink und Rühl fallen aus

 

(vk) Zwei Veränderungen auf der Trainerposition haben sich vor dem fünften Spieltag in der 3.Handball-Liga Ost der Frauen ergeben. Die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus I (9.Platz / 3:5 Punkte) hat sich von Trainer Slobodan Jankovic getrennt und wird im Duell beim Vierten TSG Eddersheim (4:4) am Sonntag um 15 Uhr von einer internen Lösung gecoacht werden. Bei der SG Kleenheim (2./7:1) ist absprachegemäß Interimstrainer Johannes Wohlrab ausgeschieden und wird vom ebenfalls 31-jährigen Julian Reusch bis zum Saisonende vertreten. Auf Reusch und die Kleenheimerinnen wartet am Sonntag um 17 Uhr in Oberkleen mit dem Dritten und ambitionierten Spitzenteam Germania Fritzlar (6:2) eine ganz schwere Aufgabe.Tabellenführer HSG Gedern/Nidda (8:0) eröffnet am Samstag um 19 Uhr mit einem weiteren Spitzenspiel beim Vierten SC Markranstädt (6:2) das Wochenende. Die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (7./4:4) hat um 19.30 Uhr den sieglosen Drittletzten TSV Birkenau (1:7) zu Gast. Der HC Leipzig (4:4) ist am Sonntag um 14 Uhr Gastgeber des Vorletzten Neuling HSG Please-Hardenberg (0.8) und der überraschend gut gestartete Aufsteiger HV Chemnitz (5:3) erwartet am Sonntag um 16.30 Uhr Schluss-licht TuS Kriftel (0:8).

SG Kleenheim - SV Germania Fritzlar (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen)

Auf den neuen Kleenheimer Trainer Julian Reusch und seine Mannschaft wartet eine ganz schwere Aufgabe am Sonntag. Die Nordhessen sind ein absolutes Spitzenteam, haben einmal auch schon den Aufstieg in die 2.Bundesliga als Meister der Ost-Staffel (2015/16) nicht wahrgenommen, waren in den letzten sechs Spielzeiten vier Mal unter den ersten Drei und haben auch wieder „einen Platz unter den ersten Drei“ für diese Saison anvisiert. Bezeichnend die Aussage der im zweiten Jahr verantwortlichen Trainerin Viktoria Marquardt: „Wir müssen kaltschnäuziger werden, dürfen kein Mitleid mit dem Gegner haben, wenn wir überlegen sind, ich will mehr höhere Siege!“. Das hat die Mannschaft zuletzt beim 31:14 (19:3)-Erfolg bei Schlusslicht TuS Kriftel beherzigt. Elf verschiedene Torschützen standen zu Buche. Darunter Bibiana Huck (9/3). Relativ wenig erfolgreich waren die ansonsten bärenstarken Rückraumspielerinnen Esther Meyfarth und die zweitligaerfahrene Mittelfrau, die Litauerin Vilte Duknauskaite (einst SG Kirchhof), die zuletzt beim Oberligisten Eintracht Böddiger spielte. Zu den individuell starken Spielerinnen zählen auch Rückraumtorjägerin Melina Horn, die in einem Handball-Internat ausgebildete Franziska Chmurski, die zwei Jahre in der 2.Liga in Altlandsberg spielte und vom Drittligisten TSC Berlin kam. In Kleenheim  wird man sich auch an die großgewachsene defensivstarke Kreisläuferin Lorena Lorenz erinnern, die auch das Trikot der Spielgemeinschaft schon trug. Auf alle Fälle sind die Nordhessen in dieser Saison breiter aufgestellt, spielen „eine 5:1- oder 6:0-Deckung“ wie Julian Reusch erklärt, der als eine große „Stärke den Gegenstoß“ ausgemacht hat.

„Wir müssen Meyfarth und Duknauskaite in den Griff bekommen“, fordert der neue Kleenheimer Trainer, der gleich bei seinem Debüt mit einigen Spielerinnen nicht planen kann. Tanja Schorradt (Handbruch) wird dieses Jahr wohl nicht mehr spielen, die seit Wochen in bestechender Form spielende Sina Rühl (beruflich) wird ebenfalls fehlen wie auch die junge Jacqueline Fink, die sich am Knöchel verletzt hat. Fraglich ist auch der Einsatz von Linkshänderin Lisa-Marie Kiethe. 

„Ich denke, die Mannschaft hat nach 7:1 Punkten Selbstvertrauen, natürlich benötigen wir eine starke Leistung der kompletten Mannschaft“, sagt Reusch, der hofft, „das wir die Aus-fälle durch das Kollektiv ausgleichen“. Für den neuen Kleenheimer Coach ist „die Deckung der Schlüssel“.

            Volkmar Köhler