(vk) Da dürfte schon Wehmut aufkommen und die eine oder andere Träne wird auch fließen. Am vorletzten und 29.Spieltag bestreitet die SG Kleenheim ihr letztes Heimspiel in der 2.Bundesliga, ehe der Verein dann mit einer neu zusammen gestellten Mannschaft freiwillig in die 3.Liga zurück geht. Gegen den Elften HSG Hannover-Badenstedt (25:31 Punkte) will der Rangneunte SG Kleenheim (26:30) am Samstag um 19 Uhr in Oberkleen unbedingt noch einmal gewinnen. Neben den Kleenheimerinnen ist Schlusslicht TuS Lintfort (15:41) sportlich erster Absteiger und trifft im einzigen Sonntag-Spiel um 16 Uhr auf den Vierten TV Beyeröhde (32:24). Um noch zwei weitere Abstiegsplätze streiten sich der Vorletzte TSV Haunstetten (19:37), der am Samstag um 17 Uhr beim ebenfalls noch nicht geretteten Rang-13. BSV Sachsen Zwickau (22:34) zu Gast ist, der Drittletzte SG H2Ku Herrenberg (20:36), der beim um den Bundesliga-Aufstieg kämpfenden Zweiten SG Rosengarten-BW Buchholz (37:19) einen schweren Stand haben dürfte und auch der Zwölfte SV Werder Bremen (23:33), der bei Meister HSG Bensheim/Auerbach (49:7) am Samstag um 17.30 Uhr antreten muss, ist noch nicht ganz „durch“.
SG Kleenheim - HSG Hannover-Badenstedt (Samstag, 19 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen)
Da beide Teams den Klassenerhalt in der Tasche haben, könnte sich ein gutes Spiel entwickeln. Die Kleenheimer Zuschauer können letztmals in dieser Konstellation die Mannschaft sehen, die in der 2.Bundesliga mit bescheidenen Mitteln auch die „Großen“ das Fürchten gelehrt hat und seit Wochen sportlich die Klasse gehalten hat. Leider fällt das Team weitgehend auseinander, das sich so großartig präsentiert hat. Da dürfte die eine oder andere Träne kullern! Typisch für den letzten Auftritt des Teams in Oberkleen: Die Mannschaft will sich unter allen Umständen mit einem Sieg verabschieden. „Wir sind motiviert und haben uns vorgenommen, mit einem Sieg aus dem Spiel zu gehen und hoffen auf ein paar Zuschauer (mehr)“, sagt Kleenheims Trainer Lazar Cojocar, der nach sechs erfolgreichen Jahren ebenfalls letztmals in Oberkleen an der Seitenlinie stehen wird. „Die Mannschaft hat die Runde sehr genossen, immerhin haben wir auch die Großen wie Rosengarten und Halle-Neustadt geärgert“, erläutert der Kleenheimer Coach.
Bei der Kleenheimer 31:36-Niederlage in der Vorrunde in Badenstedt hatten die Mittelhessen einige der zahlreichen Male nur einen kleinen Kader mit neun Feldspielerinnen dabei und das Team hatte „17 Tore von den Außenpositionen kassiert, das wollen wir dieses Mal auf jeden Fall vermeiden“, so der Kleenheimer Trainer. Die Niedersachsen haben sich von Trainer Florian Marotzke, der beim Liga-Rivalen Werder Bremen anheuerte, getrennt und Roland Friebe in der Rückrunde als neuen Trainer installiert. Hannover-Bodenstadt überzeugte jüngst durch einen 35:29-Sieg bei der DJK/MJC Trier, womit der Klassenerhalt endgültig perfekt war. Aufpassen müssen die Kleenheimerinnen auf Spielerinnen wie Saskia Rast, die beide Außenpositionen spielen kann, auf Rückraumspielerin Mieke Düvel, auf Isabelle Döll, die ebenfalls im Rückraum zu Hause ist und auf Jana Pollmer, die im Rückraum alle Positionen spielen kann. Bei Kleenheim ist Olivia Reeh auf jeden Fall wieder dabei. Dagegen stehen Torhüterin Lydia Sölva und Tanja Schorradt (beide verletzt) nicht zur Verfügung.
Volkmar Köhler