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Aktuelles - Detail

2.Liga ade

Handball-2.Bundesliga, Frauen:

SG Kleenheim zieht sich freiwillig in die 3.Liga zurück / Christian Straßheim: „Wir sind dabei, eine neue Mannschaft zu formen“ - Neuer Trainer wird Tobias Lambmann

 

(vk) A m Freitag, 31.März 2017 läuft die Meldefrist für die Mannschaften ab, die in der neuen Saison, sofern es sportlich und wirtschaftlich stimmt, wieder in der 2.Liga spielen wollen. „Wir spielen definitiv keine 2.Liga“, sagte gestern Kleenheims Sportlicher Leiter Christian Straßheim.

Hintergrund: Eine ganze Reihe von Spielerinnen hören auf! Straßheim wollte keine Namen nennen. Jonna Jensen verkündete schon im Februar bei der Sportlerwahl in Lich ihren Abschied vom aktiven Handball und Lisa Tietböhl wechselt zum Oberligisten TV Hüttenberg. „Bis auf Lisa Tietböhl hat uns keine Spielerin einen anderen Verein genannt, wo sie hin wechseln wird“, sagte Kleenheims Vorsitzender Herbert Röhrich.

Sportlich ist alles in bester Ordnung bei der SG Kleenheim, die im Frauenbereich eine große Tradition hat. Hier hat der nach sechs Jahren scheidende Trainer Lazar „Lucky“ Cojocar und das Team, das zudem immer wieder durch Verletzungen und Ausfälle besonders bei Auswärtsspielen geschwächt war, ganze Arbeit geleistet. Mit 22:24 Punkten rangieren die Kleenheimerinnen auf Rang neun und sind aktuell bester der vier Aufsteiger.

Viele Spielerinnen haben sich nicht klar geäußert, meistens nur in dem Sinne, „dass sie erst mal zu sehen müssen, was passiert!“

„Wir gehen wieder zurück in die 3.Liga und werden mit den Spielerinnen, die bleiben, externen Zugängen und aus unserem eigenen Nachwuchs, eine neue Mannschaft aufbauen“, sagte Straßheim gestern weiter. Dem Vernehmen nach kommen acht Spielerinnen aus der Oberliga A-Jugend, die Vize-Hessenmeister wurde, altersmäßig heraus, wovon drei nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie in  einem anderen Bundesland studieren. Fünf Spielerinnen stünden demnach für den Frauenbereich in Kleenheim (erste und zweite Mannschaft) zur Verfügung. Das wird aber bei weiterem nicht reichen, da müssen noch externe Zugänge hinzukommen!  „Ich bin ständig am Telefonieren“, sagte Straßheim, der beruflich in Regensburg war, und auch von hier aus, Telefonate mit potenziellen Neuzugängen führte.

„Wir wissen seit zwei, drei Wochen, das uns einige Spielerinnen verlassen bzw. überlegen“, erläuterte Straßheim, der betonte, „das wir finanziell die 2.Liga hätten stemmen können“ - nur die sportliche Situation ist eine andere, denn das neue Team, das sich freilich noch formieren muss, kann sportlich die 2.Liga nicht stemmen und würde zum Prügelknaben werden. Natürlich ist es jammerschade, das eine so tolle Mannschaft, die überdies mit bescheidenen Mitteln sportlich überaus erfolgreich agiert und im Konzert der Bundesligisten mitmischen kann.

Gerüchte, wo nach Jonna Jensen Trainerin beim Landeslisten TSG Leihgestern werde und noch die eine oder andere Spielerin mitnehmen wird, konnte Straßheim nicht bestätigen.

Die gesamte SG Kleenheim ist jedenfalls in Aufruhr, das es so weit kommen musste. Vielleicht war der Aufstieg in die 2.Bundesliga schon eine Stufe zu viel. Aber was hätte es gebracht, wenn der Verein verzichtet hätte? 

Nun soll Lambmann eine Etage tiefer ein neues Team formieren!

 

 

                            Volkmar Köhler