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19:29 (8:16)-Niederlage für die Frauen 1 beim 1.FSV Mainz

„60 Minuten Kampf und Moral alleine genügen nicht!“ – so hätte Martin Saul, neuer Trainer der HSG Kleenheim-Langgöns, seine Premiere auf der Bank des heimischen Frauenhandball-Drittligisten in eigenen Worten zusammengefasst. Denn nach einer turbulenten Woche blieben die Kleebachtalerinnen in der wichtigen Partie beim 1. FSV Mainz 05 II am Samstagabend ohne Chance und mussten sich in Rheinhessen klar mit 19:29 (8:16) geschlagen geben. Damit verbleibt die Spielgemeinschaft in Staffel D auf dem vorletzten Tabellenplatz.

(mcs).„Die Mädels haben gekämpft und wirklich alles aus sich herausgeholt. Letzten Endes sind wir heute an dem selbstgemachten Druck gescheitert, den wir aufgebaut haben. Unter diesem haben wir dann zahlreiche technische Fehler produziert und uns auch sehr viele Fehlwürfe erlaubt, sodass wir dann letztlich keine Chance hatten, in Mainz etwas mitzunehmen“, führte der neue SGK-Coach aus.

Dessen Team konnte beim 1:0 durch Katha Weber nur ein einziges Mal im Verlaufe der 60 Minuten in Führung gehen und beim 2:2 – erneut durch die Kreisläuferin – ein letztes Mal ausgleichen. Danach übernahmen die Mainzer Damen das Kommando und gaben ihren Vorsprung im weiteren Spielverlauf nicht mehr her. Nach zehn Minuten hieß es bereits 6:3 für die Rheinhessinnen, nachdem Simone Karl den Vorsprung nach 18 Minuten gar verdoppelt hatte (12:6), musste Saul seine erste Auszeit nehmen. Diese änderte allerdings am Spielverlauf nur kurzfristig etwas, da seine junge Truppe im Angriff doch zahlreiche Fehler produzierte, die die abgezockten Gastgeberinnen immer wieder in einfache Torerfolge ummünzen konnten. Nach dem 8:12 (21.) gelang Kleenheim-Langgöns kein einziger Treffer mehr bis zur Pause, sodass der FSV die Begegnung bis dahin praktisch schon vorentschied (16:8). Da die erstmals seit Monaten wieder spielende Neira Midzic (25.) zudem die Rote Karte sah, waren die Alternativen im ohnehin schon eng aufgestellten SGK-Rückraum noch rarer gesät.

So blieben die Kleebachtalerinnen auch in der zweiten Halbzeit chancenlos, beim 22:12 (42.) hatte Mainz 05 die Partie endgültig entschieden. Im Anschluss wechselten sich gute Kleenheimer Phasen (4:0-Lauf zum 18:24) mit schlechten (0:5-Lauf zum 18:29) ab, an der klaren wie verdienten Niederlage änderte sich bis zum Schluss aber nichts mehr.

„Wir haben in einigen Phasen gezeigt, dass das Potential da ist. Wenn es uns gelingt, die technischen Fehler abzustellen und besser abzuschließen, dann bin ich mir sicher, dass wir nächste Woche eine andere Mannschaft sehen“, so Saul, der zudem positiv anmerkte, dass neben Midzic auch Torhüterin Rixa Hahn nach Verletzung ihr Comeback gab und sich der Kader „nach und nach ein wenig mehr füllt.“

Mainz 05: Coors, Simonelli – Weidle, Ramacher (2), Gilany, Vidakovic, Nora Schulze (1), Bartaseviciute (4), Puhl (3/3), Mara Schulze, Leah Schulze (2), Adeberg (1), Jacobs (3), Sülzle (3), Karl (6).

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Bork, Buhlmann – Lotz (3), Dietz (1), Bachenheimer, Kleinpell, Rüspeler, Suchantke (2), vom Hagen (1), Kiethe (7/3), Klug, Midzic (2), Weber (3).

Schiedsrichter: Sakovski/Schneider (Remscheid/Wuppertal). – Zuschauer: 100. – Zeitstrafen: vier (Leah Schulze zwei, Nora Schulze, Mara Schulze) – drei (Bachenheimer, Kleinpell, Rüspeler). – Rote Karte: Midzic (25.). – Siebenmeter: 10/7 – 4/3.