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Aktuelles - Detail

Frauen 1 | HSG Lumdatal - HSG Kleenh.-Langg. 28:18 (12:10)

Rabenau-Londorf (mol). Überdeutliche Verhältnisse herrschten am Samstagnachmittag im ersten „Mittelhessen-Derby“ in der Frauenhandball-Oberliga Hessen des neuen Jahres.

Doch überraschenderweise war es das bisherige Tabellenschlusslicht HSG Lumdatal, das das Duell mit der HSG Kleenheim-Langgöns in eigener Halle dominierte und am Ende einen hochverdienten 28:18 (12:10)-Sieg feierte. Während das Team von Marcel Köhler damit den dritten Saisonerfolg bejubeln konnte, konnten die Kleebachtalerinnen ihre Ausfälle nicht kompensieren.

„Sicherlich haben uns diese geholfen“, gab Lumdatals Trainer nachher fair zu, lobte aber dennoch vor allem sein Team. „Wir haben über weite Strecken wirklich gut gedeckt und konnten viele Bälle gewinnen, die wir über die erste und zweite Welle in Tore umgemünzt haben. Dadurch mussten wir uns im Angriff nicht aufreiben, was uns kräftemäßig in die Karten gespielt hat. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft heute wirklich sehr zufrieden!“

Nach den ersten rund 20 Minuten lag in Londorf noch der Gast aus Kleenheim und Langgöns vorne (8:6), was aber vor allem daran lag, dass Torhüterin Madeleine Buhlmann bis dahin bereits ein halbes Dutzend freie Bälle hatte parieren können. Danach machten sich die Ausfälle der Dietz-Schwestern Franzi und Anna sowie von Kira Suchantke und Elena Schuch aber deutlich bemerkbar. Die Saul-Sieben schenkte mehrere Bälle her, die Lumdatal konsequent zu Toren nutzte. Und so lagen die Gastgeberinnen nach Lea Bullings 12:10 bereits zur Pause vorne.

Nach dem Wechsel sah es bis zur 40. Minute nach einem engen Spiel aus, als Larissa Schön für die SGKL auf 14:15 verkürzt hatte. Es sollte bis zur 52. Minute allerdings der letzte Treffer der Kleebachtalerinnen bleiben, wodurch die Entscheidung in diesem Zeitraum natürlich fiel. Die stark deckenden und aufmerksamen Lumdatalerinnen nutzten die Fehler des Derbygastes nun gnadenlos aus und zogen dank eines 8:0-Laufs (!) nach einem Tor von Madgalena Reiß spielentscheidend auf 23:14 davon. Anna-Maria Boulouednine gelang in den Schlusssekunden der letzte Treffer für die Köhler-Sieben, die den Erfolg danach gebührend feierte.

„Glückwunsch ins Lumdatal zum verdienten Sieg. Wir waren heute nicht in der Lage, dem Druck standzuhalten. Unsere Abwehr war mit zunehmender Spieldauer immer weniger in der Lage, die Lücken zu schließen. Und schließlich gelang es der Heimmannschaft auch, einfache Tore über die erste Welle zu erzielen. Tore, du uns selber fehlten, zudem haben wir uns zu oft im Eins-gegen-Eins verzettelt. Von der 21. bis zur 51. Minute haben wir nur klägliche sechs Tore erzielt, was natürlich nicht reicht, um solch ein Derby zu gewinnen“, resümierte ein enttäuschter Martin Saul.

Lumdatal: Mank, Schuster – Henke (4), Noemi Schneider (1), Müller (2), Parma (8/6), Boulouednine (5), Bulling (3), Althen, Romann (2), Böcher, Reiß (3).

Kleenheim-Langgöns: Mank, Buhlmann, Neidel – Eggers (1), Bachenheimer (3/1), Pontoles, Andermann (1), Manfraß (1), Klug (2/2), Schäfer (3), Hickel (4), Schön (3).

Schiedsrichter: Rämisch/Di Sette (Büttelborn) - Zuschauer: 100 - Zeitstrafen: keine – drei (Eggers zwei, Hickel) - Siebenmeter: 7/6 – 4/3.