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Aktuelles - Detail

Mehr Spitzenspiel geht nicht

Handball-3.Liga Ost, Frauen: Spiel des Jahres oder mehr Spitzenspiel geht nicht / SG Kleenheim beim Tabellenführer HSG Gedern/Nidda wieder mit Katharina Wagner und Trainer Julian Reusch / Sporthalle des Gymnasiums Nidda ist ausverkauft

 

(vk) 21. und vorletzter Spieltag in der 3.Handball-Liga Ost der Frauen und die Entscheidung um die Meisterschaft ist noch nicht gefallen und kann am Samstag um 18 Uhr im absoluten Spitzenspiel zwischen Tabellenführer HSG Gedern/Nidda (32:8 Punkte) und dem Zweiten SG Kleenheim (29:11) endgültig fallen oder weiter offen bleiben. Offen bleibt die Entscheidung dann, wenn Kleenheim beide Zähler aus der ausverkauften Gymnasium-Sporthalle Nidda entführen kann, dann wäre der Rückstand auf Gedern/Nidda nur noch ein Zähler und die Entscheidung müsste am letzten Spieltag fallen, wenn Kleenheim den SC Markranstädt erwartet und Gedern/Nidda bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus antreten muss (beide Samstag, 21.4.18 um 17 Uhr). Andererseits reicht Gedern/Nidda schon ein Unentschieden zum Titelgewinn. Ungeachtet dessen, ob Gedern/Nidda Erster oder Zweiter wird, darf die Mannschaft aufsteigen, weil Kleenheim schon den Verzicht auf den Aufstieg erklärt hat, aber dennoch gerne Meister werden würde, was die Brisanz an diesem Spitzenspiel, bei dem sich beide Seiten bestens kennen, auch ausmacht. Im Abstiegskampf hat derweil der Neunte TSV Birkenau (11:29) die besten Karten und kann mit einem Heimsieg am Samstag um 20 Uhr gegen den Vorletzten TuS Kriftel (5:35), der neben Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg abgestiegen ist, den Klassenerhalt perfekt machen. Dagegen muss der Zehnte und Drittletzte HV Chemnitz (10:30), der beim HC Leipzig an Sonntag um 15 Uhr gastiert, wohl in die Relegation. Verfolgerduelle stehen dagegen zwischen dem Dritten SC Markranstädt (27:13) und dem Achten TSG Eddersheim (22:18) am Samstag um 19 Uhr und zwischen dem Fünften SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (26:14) und dem Vierten SV Germania Fritzlar (27:13) am Samstag um 19.45 Uhr auf der Agenda.

HSG Gedern/Nidda - SG Kleenheim (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Gymnasium Nidda)

Die Gäste aus Mittelhessen hätten gerne noch ein paar Karten für die Partie mehr gehabt, doch die Verantwortlichen des Gastgebers winkten ab! Es ist wie Kleenheims wieder genesener Coach Julian Reusch erklärte, „das Spiel des Jahres“ oder mehr Spitzenspiel geht nicht, wenn der Erste den Zweiten erwartet. Am Dienstag leitete Sina Rühl, die weiterhin nicht spielen wird, das Training. „Ich habe da viel Abwehr trainieren lassen, weil die Abwehr hat beim Spiel gegen Eddersheim nicht gut gestanden“, sagte Rühl und weiter „wir können befreit aufspielen und wollen auf jeden Fall gewinnen!“

„Die Niederlage bei der TSG Eddersheim hat schon weh getan“, sagte Reusch. Die Kleenheimerinnen wollen in diesem Schlagerspiel „alles rein werfen und es Gedern/Nidda so schwer wie möglich machen“.

„Gedern ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten“, erläutert der Kleenheimer Trainer. Top-Werferin aus dem Rückraum ist Sabine Eisenacher. Mit Johanna Becker (meistens rechter Rückraum) und Kreisläuferin Leonie Nowak sind auch beim Gastgeber zwei Spielerinnen dabei, die schon das Kleenheimer Trikot trugen, Leonie Nowak noch in der letzten Zweitligasaison. Mit Linkshänderin Kirsten Schindler und Isabell Schüler zeigten auch zwei junge Spielerinnen zuletzt immer wieder Torjäger-Qualitäten. Im Team von Trainer Christian Breiter spielt auch die ehemalige Dutenhofenerin Jasmina Camdzic zumeist auf der Mitte-Position einen starken Part. Beim 23:23-Remis im Hinspiel in Oberkleen spielte auch die junge Torhüterin bei Gedern/Nidda, Anne Heß, einen herausragende Rolle. Kleenheim wird nicht nur wieder mit Trainer Julian Reusch in Nidda antreten, sondern kann auch wieder auf die abwehrstarke und torgefährliche Kreisläuferin Katharina Wagner, die bei der Niederlage gegen die TSG Eddersheim aus beruflichen Gründen fehlte, zurück greifen.

                                                Volkmar Köhler