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Kleenheim gewinnt auch Wiederholungsspiel

Handball-Oberliga Hessen, Männer: Die SG Kleenheim sichert sich endgültig die Vizemeisterschaft in Hessen / Mit

30:29 (12:14)-Erfolg im Wiederholungsspiel bei der HSG Pohlheim können die Kleenheimer nicht mehr von Rang zwei verdrängt werden

 

Cedrick Collmann in Aktion. Bild: Wolfgang Pachner

(vk) Am 23.Februar 2018 hatte die SG Kleenheim das Meisterschaftsspiel der Oberliga Hessen der Männer bei der HSG Pohlheim mit 26:25 (12:13) gewonnen. Die Gastgeber legten allerdings Protest gegen die Spielwertung wegen eines Fehlers der Schiedsrichter ein, dem statt gegeben wurde und so musste die Partie wiederholt werden. Das Wiederholungsspiel gewann am Montag Abend wieder die SG Kleenheim und wieder ganz knapp. Mit 30:29 (12:14) behielten die Kleenheimer vor gut 200 Zuschauern in der Sporthalle Holzheim dieses Mal die Oberhand und sicherten sich damit endgültig die hessische Vizemeisterschaft vor dem letzten Meisterschaftsspiel am Samstag beim Dritten TV Kirchzell. Pohlheim, das als Sechster durch das Ziel geht, beendet die Saison am Freitag mit einem weiteren Derby bei der HSG Wettenberg.

In einem Spiel mit viel Kampf und Emotionen auf beiden Seiten wechselte auch die Führung hin und her. Fabian Höpfner drehte die Gastgeber-Führung zu einem 2:1 (3) per Gegenstoß für Kleenheim. Nach dem 3:3 (7.) durch Pascal Ohrisch, der mit acht Treffern ein überragendes Spiel machte, setzte sich Pohlheim auf 5:3 (9.) ab, wobei Torhüter Jan Wüst in das leere Kleenheimer Tor getroffen hatte. Beim 9:7 (17.) hatte der junge Torben Weinandt die Gäste wieder in Führung geworfen. Höpfner holte per Siebenmeter beim 11:10 (25.) die Führung für Kleenheim wieder zurück. Nach Schleenbeckers 12:12 (27.), nahm Kleenheim eine Auszeit, doch durch undisziplinierte Abschlüsse kam Pohlheim in Ballbesitz und nach Toren von Max Rühl (Thimo Wagner hatte den Kempa eingeleitet) und Johannes Träger zu einer 14:12-Pausenführung.

Nach dem Wechsel baute Pohlheim den Vorsprung auf 18:15 (35.) durch Ohrisch aus und Ohrisch sorgte auch für das 20:16 (37.) als er bei einem Abpraller am schnellsten reagierte.  Kleenheim kam in Unterzahl zum 21:21-Ausgleich (45.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Fabian Höpfner. Reusch gelang dann das 23:22 (48.) für Kleenheim und die Zuschauer konnten sich wieder auf eine spannende Schlussphase einstellen. Kleenheim konnte die 25:23-Führung (52./Höpfner-Siebenmeter) nicht halten und Ohrisch, Träger und erneut Ohrisch vom Kreis brachten Pohlheim mit 26:25 (54.) nach vorne. Drei Mal gingen die Hausherren noch jeweils knapp in Führung zuletzt beim 29:28 (58.) durch Jonas Schleenbecker, ehe Kleenheim nach einer Auszeit (58:11) durch Reusch wieder egalisierte und durch einen Gegenstoß von Micha Wiener 69 Sekunden vor Ende mit 30:29 in Führung ging, was dann auch den erneuten Kleenheimer Sieg bedeutete. Pech hatte Andreas Lex, der spielende Co-Trainer musste wieder als Spieler auf das Parkett, als ihm Sekunden vor Ende der vermeintliche Ausgleich wegen Kreisbetretens aberkannt wurde.

„Wir waren in Überzahl so dicht dran, liegen mit vier Toren vorne, bekommen in Unterzahl Gegentore, wir sind da nicht abgezockt und clever genug“, nannte Pohlheims Trainer Jens Dapper den aus seiner Sicht Knackpunkt der Partie. „Kleenheim ist da sehr routiniert, die werden auch nicht nervös, wenn sie mal mit drei, vier Toren hinten liegen und sie meistern gut die Zweikämpfe“, führte Dapper, der sich beim Publikum bedankte und auch seinem Co-Trainer Andy Lex und dem Team um das Team für eine lange Saison dankte, aus.

„Das hat mich etwas an das erste Spiel erinnert, das wir auch mit einem Tor gewonnen haben, wir wollten die Vizemeisterschaft und die Mannschaft hat sich diese geholt“, lobte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab, der auch sein Team lobte, „wie sich die Mannschaft nach einem 16:20-Rückstand zurück gekämpft und dann die Vizemeisterschaft klar gemacht hat“. Wohlrab gestand bei seinem vorletzten Spiel und letzten Spiel im heimischen Raum als Männer-Trainer ein, „das wir heute einen glücklichen Sieg geholt haben“ und „die Mannschaft die Niederlage gegen Wetzlar schon wieder weggesteckt hat“.

HSG Pohlheim: Wüst (1), Schlegel, Mountopoulos; Lex, Sayler, Drommershausen (3), Rühl (3/1), Schleenbecker (4), Lukas Happel, Erdmann (2), Wenzel, Ohrisch (8), Träger (4), Wagner (4/2).

SG Kleenheim: Elsner, Eckhard; Herbel, Höpfner (10/8), Keil (2), Straßheim (2), Müller (3), Köhler (1), Weller, Reusch (4), Wiener (1), Kollmann, Weinandt (6), Friedrich (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Daniel Adam / Sven Adam (HSG Hofgeismar/Grebenstein). / Zuschauer: 220. / Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Happel/zwei, Ohrisch/zwei - Keil, Reusch, Weinandt/drei/Disqualifikation 55:35 Min.). / Siebenmeter: 6/3 - 9/8.

                                                                     Volkmar Köhler