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HSG Kleenheim-Langgöns verliert beim SC Markranstädt

Beim Vorjahres-Vizemeister SC Markranstädt hatte das Team von Trainer Marc Langenbach am Donnerstagnachmittag nicht den Hauch einer Chance und unterlag völlig verdient mit 16:22 (7:11).

Einen gebrauchten „Tag der Deutschen Einheit“ erwischte die HSG Kleenheim-Langgöns in der Dritten Liga (Staffel Ost). Vor allem eine ab der zehnten Minute indiskutable Angriffsleistung kostete den Kleebachtalerinnen in Sachsen-Anhalt die Punkte.

„Das war offensiv eine desolate Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben fast 20 technische Fehler gemacht und wer weiß wie viele freie Chancen liegen lassen. Da fehlen mir heute echt die Worte. Mit der Abwehr und 22 Gegentoren kann ich noch zufrieden sein, aber mit 16 geworfenen Toren hast du natürlich keine Chance“, war der Kleenheimer Coach hörbar angefressen.

Dabei starteten die Kleenheimerinnen trotz der langen Anreise frisch in die Partie und lagen nach Janina Langenbachs Tor nach zehn Minuten  noch mit 4:2 in Front. Eine Viertelstunde später sah die Lage im Sportcenter aber schon völlig anders aus, denn die Gäste leisteten sich einen 2:8-Lauf und gerieten nach Lara Seidels Siebenmeter-Treffer mit 6:10 in Rückstand. Und diese Vier-Tore-Hypothek musste die SGK auch mit in die Kabine nehmen, nur sieben erzielte Treffer konnte die Langenbach-Sieben in den ersten 30 Minuten vorweisen.

Im zweiten Durchgang knüpfte Markranstädt dann nahtlos an die Leistung  der ersten Hälfte an und zog dank lediglich eines Gegentreffers in den ersten fünfzehn Minuten (!) schon vorentscheidend auf 16:8 davon. Der Kleenheimer Angriff war ab der zehnten Minute praktisch nicht mehr existent, Fehler reihte sich an Fehler, Fehlwurf an Fehlwurf. Carolina Fischer gelang der zehnte Gästetreffer des Tages erst in der 49. Minute, beim 10:18 war die Partie aus Sicht des Vorjahresdritten allerdings längst verloren. Mit nur neun Spielerinnen angetreten, baute der SCM die Führung bis auf 20:11 (54.) aus, ehe Kleenheim-Langgöns in der Schlussphase zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte. Um für bessere Laune auf der langen Rückfahrt zu sorgen, kam dies aber viel zu spät.

„Von den vielen unerklärlichen Fehlern mal abgesehen, hat mir heute bei meinem Stamm auch einfach der Willen gefehlt. Die A-Jugendlichen, die ich gegen Ende eingesetzt habe, haben ihn zumindest gezeigt“, nahm Langenbach die Team-Jüngsten explizit von der Kritik aus.

Markranstädt: Friedrich, Czeczine – Kiskyte, Seidel (6/2), Dreier (6), Pöschel (3), Mertens (6), Okon (1), Franke.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann – Bachenheimer (2), Schuch, Rüspeler (1), Schorradt (1/1), Suchantke, vom Hagen, Fischer (1), Kiethe (2), Lüdge, Weber (1), Langenbach (3/2), Karlsson (2), Kneller (1), Winkes (2).

Schiedsrichter: Majstrak/Reimann (Halle/Raguhn). - Zuschauer: 180. - Zeitstrafen: vier (Mertens zwei, Dreier, Okon) – zwei (Bachenheimer, Weber). - Siebenmeter: 2/2 – 5/3.