









3. Handball-Liga Ost: SG Kleenheim - HC Aschersleben 28:29 (13:14)
Kleenheimer-Eigengewächse spielen stark auf / Punkt wäre mehr als verdient gewesen (mri). Die SG Kleenheim hat in der 3. Handball-Liga Ost der Männer hauchdünn ihren dritten Saisonsieg verpasst. Das bereits als Absteiger feststehende Team von Trainer Walter Don verlor das Kellerduell gegen die HC Aschersleben Alligators unglücklich mit 28:29 (13:14).Die Gäste aus der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts schöpften dank ihres zweiten Auswärtserfolges weitere Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.
In der Hinrunde war dem Aufsteiger aus Oberkleen nach klaren Rückstand noch ein 24:24-Remis gelungen, diesmal fehlte für eine Überraschung das nötige Quäntchen Glück.
Der Neuling fand nur schleppend in die Partie und lag schnell 2:6 hinten. "Wir hatten einen sehr schlechten Beginn und haben die ersten zehn Minuten regelrecht verschlafen", erklärte Co-Trainer Bodo Schindel, der in dieser Phase auch die Einstellung bemängelte. Das sollte sich aber schnell ändern. Die Kleenheimer besannen sich auf ihre kämpferischen Qualitäten und meldeten sich eindrucksvoll zurück. Beim 10:10 (20.) war der Ausgleich geschafft, was die 250 Zuschauer mit Applaus belohnten.
Aschersleben gelang es jedoch, angeführt vom neunmal erfolgreichen Linkshänder Carsten Kommoß, den 8:4-Lauf der SGK zu stoppen und rettete einen 14:13-Vorsprung in die Pause.
Wille und Einsatz "einfach super"
"Wille und Einsatzbereitschaft waren nach dem verschlafenen Anfang einfach super", schwärmte Schindel vom Charakter der Hausherren, die auch in der zweiten Halbzeit aggressiv dagegenhielten. In der 40. Minute leuchtete ein 18:17 für den Tabellenletzten von der Anzeigetafel und die SG - gestützt auf Johannes Wohlrab, Julian Reusch und Tim Spengler - agierte absolut auf Augenhöhe mit den Alligators. So ging es mit 25:25 (51. Minute) auf die Zielgerade, auf der sich die Gäste dann als das glücklichere Team erwiesen und einen wichtigen 29:28-Erfolg bejubeln durften.
Schindel zeigte sich trotz der erneuten Niederlage durchaus stolz auf seine Truppe: "Wir hatten definitiv einen Punkt verdient und werden weiter alles dafür tun, dass wir irgendwann noch mal Zähler holen." Die nächste Chance dazu bietet sich dem Schlusslicht am Samstagabend im Kellerderby bei der HSG Pohlheim.
Kleenheim: Eckhard, Lang - Spengler (7/1), Hanika (1), Köhler (3), Wohlrab (4), Hopp, Müller (1), Wagner (1), Eisenhardt (5), J. Reusch (5), M. Reusch, Mutschler, Keil (1).
Aschersleben: Böhm, Szabo - F. Seifert, P. Seifert (1), Otto (6) Müller (2), Kairis (3), Kommoß (9/6), Emil Feuchtmann (3), Erwin Feuchtmann (4), Böcker (1), Feig.
Schiedsrichter: Schüller/Ficher (Aue) - Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: Kleenheim sieben (Hanika zwei, Keil zwei, Spengler, Wohlrab, Köhler), Aschersleben sechs (Otto zwei, Böcker, Emil Feuchtmann, Feig, Kairis).
Quelle: Mittelhessen.de