









3.Handball-Liga Ost, Männer:
„Pirna gehört zu den besten Mannschaften der Liga“ / SG Kleenheim muss weit über 900 Reisekilometer zurücklegen / Gastspiel beim Fünften ESV Lok Pirna am Samstag um 19.30 Uhr (vk) Am 23.Spieltag in der 3.Handball-Liga Ost der Männer wird im Kampf um die Meisterschaft wahrscheinlich eine Vorentscheidung fallen, denn wenn der seit letztem Wochenende drei Minus-Zähler schlechter postierte Zweite HSC Bad Neustadt (32:8 Punkte) sein Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr gegen den Tabellenführer EHV Aue (39:5) nicht gewinnen sollte, dürfte der Mannschaft aus dem Erzgebirge die Rückkehr in die 2.Bundesliga nicht mehr zu nehmen sein.Zeitgleich ist Underdog und Schlusslicht SG Kleenheim (5:37) am Samstag um 19.30 Uhr beim Fünften ESV Lok Prina (26:18) zu Gast.
ESV Lok Pirna – SG Kleenheim (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Pirna-Sonnenstein)
Es ist die weiteste Anreise für den Hessenmeister, der hin und zurück fast bis in die Sächsische Schweiz nach Pirna weit über 900 Reisekilometer und vier und eine halbe Stunde Fahrtzeit (eine Strecke) bewältigen muss und sportlich einmal mehr der Außenseiter schlechthin ist.
Die Gastgeber gelten gewissermaßen als Multi-Kulti-Truppe, haben sie doch Spieler aus mehreren Nationen im Kader. Im letzten Heimspiel im Derby feierte die Mannschaft des ehemaligen Bundesligaspielers Peter Hazl, der in der Woche vor dem Hinspiel in Oberkleen bei der SG Kleenheim (23.10.11) Trainer Fritz Zenk abgelöst hatte, gegen den Ex-Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV einen beeindruckenden 25:17 (15:7)-Heimsieg, wobei die Partie auf „hohem Drittliga-Niveau mit gesunder Härte stand“ wie die Presse der Gastgeber verlauten ließ.
„Pirna gehört zu den besten Mannschaften der Liga“, ist die Sache für Kleenheims Trainer Walter Don klar und der Kleenheimer Coach ordnet weiter ein, wenn er sagt, „die Mannschaft ist noch eine Klasse stärker als Münden“. Und gegen Münden verloren die Kleenheimer zuletzt in eigener Halle mit 21:28. „Pirna ist auch von der Bank her stark besetzt“, zeigt Don Respekt vor dem gesamten Kader. Wie immer wird der Kleenheimer Übungsleiter sich mehrere Spiele der Gastgeber auf Video ansehen und die Ausschnitte dann mit seiner Mannschaft als Spielvorbereitung betrachten.
„Wir wollen uns wieder so teuer wie möglich verkaufen“, nennt Don das primäre Ziel für dieses schwere Auswärtsspiel. Mit Robert Delinac im linken oder wahlweise dem sogar in Pirna geborenen Torsten Schneider, dem tschechischen Spielmacher Jiri Boucek, der 2007 von HK Lovosice kam oder auch dem Slowenen Janez Skusek auf Rechtsaußen, der 2010 von RD Slovan Ljubljana nach Prina wechselte, ist der ESV Lok bestens aufgestellt und konnte auch zuletzt bei der knappen 28:31 (15:17)-Niederlage bei Spitzenreiter EHV Aue gefallen.
Keeper Sven Grathwohl, einer der besten seines Fachs, hat gerade seinen Vertrag bis 2014 und der ebenfalls auf der Spielmacher-Position einsetzbare Steffan Helbig bis 2015 bei den Sachsen verlängert.
Beim Hessenmeister werden David Straßheim, Jörg Müller, Steffen Rehorn (alle verletzt) und Torhüter Manuel Eckhard (beruflich) nicht mitwirken können. Dafür wird der junge Torhüter Rene Krauß aus der zweiten Mannschaft die Reise mit antreten.
Erfreuliches gibt es vom verletzten Linkshänder Jörg Müller zu berichten, der bereits wieder einmal mit der Mannschaft trainiert hat. „Ein Einsatz in Pirna kommt allerdings viel zu früh“, stellte Trainer Walter Don klar.
Volkmar Köhler