









3.Handball-Liga Ost, Männer:
Die beste erste Halbzeit in dieser Saison reichte nicht / SG Kleenheim verliert Aufsteigerduell gegen die SG LVB Leipzig mit 22:27 (13:11) / 320 Zuschauer in Oberkleen (vk) Es war eines jener Spiele, von denen es vielleicht zwei oder drei noch gibt, bei denen der einheimische Zuschauer hinterher sagt, „dass war durchaus zu gewinnen, da hätten wir etwas holen können!“Auch wenn Aufsteiger und Schlusslicht SG Kleenheim die vielleicht beste erste Halbzeit in dieser Saison spielte, es reichte am Ende wieder nicht, denn die Kleenheimer verloren das Aufsteigerduell gegen die SG LVB Leipzig am Ende mit 22:27 (13:11) und mussten wieder einmal einen Vorsprung in den eigenen vier Wänden gegen eine mit Profi-Spielern und zudem körperlich überlegene Gästemannschaft aus der Hand geben und unterlagen am Ende noch um zwei, drei Tore zu hoch. Der erkältete Kleenheimer Trainer Walter Don, der auf den verletzten Jörg Müller und den gesperrten Tim Hanika verzichten musste, und der nicht nur nach dem Spiel keine Stimme mehr hatte, sondern auch vor der Partie schon angeschlagen wirkte, hatte von seiner Mannschaft gefordert, „es besser zu machen als im Hinspiel“. Das schafften die Kleenheimer ohne weiteres. Die 15:37-Niederlage in der Vorrunde in Sachsen gegen eine Leipziger Mannschaft, die wohl ihre beste Saisonleistung abrief, konnte der Hessenmeister deutlich korrigieren. Über 45 Minuten konnte man sogar den Eindruck haben, das heute etwas geht und die Punkte in Hessen bleiben können.
Florian Eisenhardt und Christian Keil legten ein 2:0 (4.) vor und nach dem 2:2 (6.) durch Sascha Meiner, erhöhte Kleenheim sehr zum Jubel der über 300 Zuschauer auf 7:2 (13.) durch einen Treffer von Linksaußen Tim Spengler. Beim 10:5 (18.) war Linkshänder David Strassheim mit einer gelungenen Aktion über den gesamten Platz erfolgreich. Die Sachsen deuteten zwar immer wieder an wie man die Kleenheimer Abwehr überrumpeln kann und kamen durch Kryzystof Zart auf 9:12 (26.) heran. Mit einem satten Schuss aus dem Rückraum sorgte Dominik Wagner für das 13:9 (27.). Dass Leipzig auf 11:13 bis zur Pause verkürzte, war in gewisser Form der Anfang vom Ende der Kleenheimer Herrlichkeit. Statt mit einem durchaus möglichen 14:9 in die Halbzeitpause zu gehen, schmolz der Vorsprung auf zwei Tore. Und nach Wiederbeginn waren die Sachsen gleich dran, schafften trotz einer Kleenheimer 15:13-Führung (35.) durch Spielmacher Dennis Köhler nach drei Toren in Folge beim 16:15 (40.) durch den 2,05 Meter großen Kreisläufer Oliver Wendlandt die erste Führung. Kleenheim konnte beim 17:16 (44.) durch Dominik Wagner letztmals in Führung gehen und schaffte beim 18:18 (45.) durch Tim Spengler den letzten Gleichstand. Dann war es wie so oft. Flüchtigkeitsfehler im Kleenheimer Spiel, unglückliche Aktionen nicht nur der Gastgeber, sondern auch von den Schiedsrichter aus Sachsen-Anhalt (!) , brachte die körperlich robusteren Messestädter durch fünf Tore in Folge zum 23:18 (52./Meiner) entscheidend in Vorteil. Die Hausherren konnten dem Spiel keine Wende mehr geben. Dafür waren die Gäste zu abgezockt und ausgebufft. Am Ende konnten die Kleenheimer das 20:27 (58./Wendlandt) durch Dennis Köhler und Johannes Wohlrab wenigstens noch auf den 22:27-Endstand verringern.
Unter dem Strich bleibt eine ausgezeichnete erste Kleenheimer Halbzeit und die Erkenntnis, dass die Mannschaft in dieser Liga 50 Minuten so spielen muss, wenn nicht gar zwei Halbzeiten, um wenigstens einigermaßen Erfolg zu haben.
Mit 5:34 Punkten bleibt der letzte Platz fest in Kleenheimer Hand. Der Mitaufsteiger aus Leipzig dürfte mit 18:22 Punkten den Klassenerhalt auch schon vor dieser Partie sicher gehabt haben.
SG Kleenheim: Mathias Lang, Manuel Eckhard (ab 51.Min.); Tim Spengler (6/2), Christian Keil (1), Johannes Wohlrab (2), David Strassheim (4), Dennis Köhler (3), Dennis Hopp, Florian Eisenhardt (2), Dominik Wagner (2), Magnus Mutschler (1), Steffen Rehorn, Julian Reusch (1/1).
SG LVB Leipzig: Sebastian Schulz, Patrick Ziebert (ab 17.Min.); Kryzystof Zart (4/1), Richard Wagner (1), Jacob Fritsch (6), Jan Höhne, Tommi Sillanpää (1), Georg Eulitz (2), Oliver Wendlandt (3), Max Bethold (2), Sascha Meiner (7/1), Marcus Leuendorf (1), Jan Kostulski.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Tobias Fröbe / Marcus Pesth (Dessau/Köthen). / Zuschauer: 320. / Zeitstrafen: 6:2 Minuten (Keil, Wohlrab, Hopp – Wendlandt). / Siebenmeter: 5/3 – 2/2
Volkmar Köhler
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