









3.Handball-Liga Ost, Männer:
Schlusslicht SG Kleenheim bietet Aufstiegsanwärter lange die Stirn / Tabellenführer EHV Aue gewinnt in Oberkleen mit Mühe 32:25 (15:12) / 250 Zuschauer in Oberkleen (vk) Kleenheims Trainer Walter Don war beim anschließenden Pressegespräch schon wieder zu Späßen aufgelegt und guter Laune. Dazu hatte er trotz einer 25:32 (12:15)-Heimniederlage im vorgezogenen Meisterschaftsspiel der 3.Liga Ost gegen den Spitzenreiter EHV Aue auch allen Grund.Zum einen machte Gästetrainer Maik Nowak, bis 2004 übrigens erfolgreicher Trainer beim VfL bzw. HC Leipzig in der Frauen-Bundesliga, den Kleenheimern ein Kompliment („die Mannschaft hat super mitgespielt“) und zum anderen sah der Kleenheimer Coach selbst, „dass wir 40, 45 Minuten toll mitgehalten haben“.
Aue ging durch einen Doppelschlag von Carlo Wittig mit 2:0 (4.) in Führung, ehe Tim Hanika das 1:2 (5.) für die Hausherren gelang. Beim 6:2 (10.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Zbynek Vesely für die Mannschaft aus dem Erzgebirge schien sich eine einseitige Partie zugunsten des hohen Favoriten abzuzeichnen. Doch die Gastgeber kamen nach 13 Minuten durch Magnus Mutschler, der wie Dominik Wagner, Tim Spenngler und David Strassheim eine gute Partie lieferte, auf 5:8 heran und schafften durch Tim Spengler sogar den Anschlusstreffer zum 8:9 (19.). Beim 11:11 (21.) konnte Spielmacher Dennis Köhler sogar ausgleichen, ehe sich die Gäste bis zum Pausenpfiff doch noch auf 15:12 absetzen.
Aber auch nach dem Wechsel gab Schlusslicht und Außenseiter SG Kleenheim keineswegs auf und kam durch Christian Keil beim 16:17 (35.) erstmals wieder zum Anschlusstreffer. Dennis Hopp gelang sogar das 18:18 (38.) und David Strassheim besorgte von Rechtsaußen sogar die Kleenheimer 19:18-Führung (39.). Die Gäste taten sich ungemein schwer. „Uns fällt es einfach schwer gegen Mannschaften gut zu spielen, wo wir Favorit sind, da müssen wir dran arbeiten“, gestand dann Aues Trainer Maik Nowak. Die individuelle Klasse seiner aus acht Nationen bestehenden Mannschaft machte dann doch den Auswärtssieg klar. Aus der Kleenheimer Führung wurde innerhalb von sieben Minuten nach sechs Gegentoren in Folge ein 19:24-Rückstand (46./Faith). Erst Tim Spengler durchbrach den Bann mit seinem Treffer zum 20:24 (47.). „So lange die Kraft reichte, haben wir mitgehalten“, erklärte Don. Gegen Ende der Partie reichte die Kraft beim Tabellenletzten nicht mehr, denn nach dem 22:26 (51./Reusch-Siebenmeter) gerieten die Kleenheimer mit 23:30 (56.) ins Hintertreffen und unterlagen am Ende vielleicht um zwei, drei Tore zu hoch dem Tabellenführer aus dem Erzgebirge mit 25:32.
„Wir haben das Aue heute sehr schwer gemacht, die Mannschaft hat aber heute nicht das abgerufen, was sie kann“, sagte Don. Aues Coach Maik Nowak ging hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. „Das hatte ich mir anders vorgestellt, insbesondere in der ersten Halbzeit sind wir ganz gut ins Spiel gekommen, unser Spiel nachher war dann ungenügend, wir waren sicherlich etwas gefrustet die lange Strecke nach Hause, denn wir haben im Vergleich zu Bad Neustadt nichts für das Torverhältnis getan“, monierte Nowak.
SG Kleenheim: Mathias Lang, Manuel Eckhard (bei zwei Siebenmetern, 46.-53.Min.); Tim Hanika (1), Tim Spengler (4), Christian Keil (1), Johannes Wohlrab, David Strassheim (4), Dennis Köhler (3), Dennis Hopp (2), Florian Eisenhardt (2), Dominik Wagner (4), Magnus Mutschler (3), Steffen Rehorn, Julian Reusch (1/1).
EHV Aue: Mareks Skabeibis, Timo Meinl; Marcel Schäfer (2), Eric Meinhardt (2), Kevin Roch (3), Enrico Berthold (2), Dener Jaanimaar (1), Janar Mägi (1), Zbynek Vesely (4/3), Jan Faith (6/1), Shinnosuke Uematsu (2), Carlo Wittig (8), Kevin Otto, Alexander Matschos (1).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Große/Kreutz (Nordhausen). / Zuschauer: 250. / Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Hanika, Wohlrab, Köhler/zwei – Schäfer/zwei, Mägi, Faith, Wittig/zwei). / Disqualifikation: Hanika (Kleenheim /45.Min.). / Siebenmeter: 3/1 – 5/4.
Volkmar Köhler