









3.Handball-Liga Ost, Männer:
SG Kleenheim fiel auf den Boden der Tatsachen zurück / Hohe 25:36 (12:19)-Schlappe bei Eintracht Baunatal / Jörg Müller verletzte sich im Abschlusstraining / Kleenheimer Abwehr im 1:1-Verhalten nicht drittligatauglich (vk) Alle über den Jahreswechsel gehegten Hoffnungen der SG Kleenheim im Abstiegskampf der 3.Handball-Liga Ost der Männer durch die Rückkehr mehrerer Spieler wieder Land in Sicht zu haben, zerplatzen im ersten Rückrundenspiel bei Eintracht Baunatal zum Start in das neue Jahr bei der 25:36 (12:19)-Niederlage der Mittelhessen wie eine Seifenblase.Zudem holte das Verletzungspech die Kleenheimer wieder ein, denn im Abschlusstraining verletzte sich der zuletzt in starker Form aufspielende Jörg Müller am Knie und konnte nicht eingesetzt werden genau wie der noch ein letztes Spiel gesperrte Floran Eisenhardt. Schon nach wenigen Minuten erwischte es in Baunatal auch Christian Keil, der dann nicht mehr voll eingesetzt werden konnte. Wieder einmal hatten zwei junge Schiedsrichter erhebliche Probleme bei der Spielleitung, ahndeten weder ein übles Foul an Keil, der sich das Nasenbein brach (5.), noch zahlreiche andere Fouls der Nordhessen, die ihre körperliche Robustheit und Überlegenheit gnadenlos demonstrierten und das wahrlich nicht immer regelgerecht. Zudem hätte das Zeitstrafenverhältnis völlig umgekehrt sein müssen. Bezeichnend die rote Karte gegen Kleenheims Trainer Walter Don, die die Schiedsrichter nicht im Spielbericht vermerkten. Don hatte sich allzu arg ereifert, weil zum wiederholten Male einem seiner Spieler bei einer Aktion die Luft weg geblieben war und die Schiedsrichter die Partie weiterlaufen ließen. Es passt absolut ins Bild, das die schwachen, überforderten Schiedsrichter dies nicht auf dem Spielbericht vermerkten.
Zwar waren die beiden Spielmacher Dennis Köhler und Julian Reusch sowie Steffen Rehorn wieder dabei, doch gelang dem Trio gerade ein einziges Tor, was beweist, das die Spieler noch längst nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind.
Aber auch die Nordhessen waren ersatzgeschwächt. Neben dem Langzeit-Verletzten Dennis Weinrich fehlten Phil Räbiger (Patellasehnenreizung) und Kreisläufer-Hüne Renke Behrends (Muskelfaserriss), doch die Kleenheimer konnten dies nicht nutzen.
In der Anfangsphase waren die Gäste bis zum 4:3 in der Baunataler Rundsporthalle vor 300 Zuschauern noch gut dabei, dann setzte sich Baunatal auf 8:3 ab. „Das war schon so etwas wie ein erster Knackpunkt“, erklärte Kleenheims Co-Trainer Bodo Schindel. Immerhin kamen die Mittelhessen auf 11:14 noch einmal heran, um dann zur Pause schon mit 12:19 im Hintertreffen zu liegen.
Nach der Pause kamen die Gäste nicht mehr näher heran, lagen permanent mit sieben oder acht Toren im Rückstand. Beim 27:17 führte Baunatal erstmals mit zehn Toren Vorsprung und am Ende waren die Nordhessen sogar auf elf Tore (36:25) enteilt und bescherten damit ihrem neuen Trainer Reiner Wagner einen gelungenen Einstand. „Wir haben zu wenig Gefahr aus dem Rückraum gezeigt, waren einfach zu wenig torgefährlich“, monierte Schindel. Der Kleenheimer Co-Trainer bemängelte auch „das schwache 1:1-Verhalten der Deckung“ und die über weite Strecken „fehlende Aggressivität“. Bei den Kleenheimern fehlen die einfachen Tore, die die Nordhessen machten. Gegen die körperliche Überlegenheit der Gastgeber waren die Kleenheimer machtlos und müssen in dieser Verfassung anerkennen, das die 3.Liga eine Nummer zu groß ist für den Hessenmeister. Es sind ganz einfach ungleiche Voraussetzungen mit denen sich die Kleenheimer in der 3.Liga auseinander setzen müssen!
Eintracht Baunatal: Gumula, Paar; Horn (6), Gabriel (1/1), Pollmer (2), Gessner (7), Ochmann (6), Gbur (5), Potthof (2); Schwietzke, Schade (3); Koch (4).
SG Kleenheim: Lang, Eckhard (31.-44.Min.); Hanika (3), Spengler (8/5), Keil (2), Wohlrab (3), Strassheim (4), Köhler (1), Hopp. Wagner, Mutschler (4), Rehorn, Reusch, Heinz.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Huckenbeck/König (Radevormwald). / Zuschauer: 300. / Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Horn, Ochmann, Koch – Hanika, Spengler, Köhler, Schindel, Don). / Siebenmeter: 1/1 – 5/5.
Volkmar Köhler