









Handball-Landesliga Mitte, Frauen:
Jens Neumeyer: „Wir hatten einfach zu viele Ausfälle im Team“ / SG Kleenheim II verliert nach erschreckender Leistung hoch mit 18:28 (8:14) bei Mitabsteiger FSG Idstein/Dotzheim(vk) Die Leistungen der SG Kleenheim II in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen sind derzeit nicht nur schwer einzuordnen, sondern überhaupt nicht. „Schwankend“ trifft dabei die Sache nicht einmal voll und ganz. Jedenfalls präsentierte sich das Team beim aus der Oberliga mit abgestiegenen FSG Idstein/Dotzheim zum Vorrundenende bei der hohen 18:28 (8:14)-Niederlage in erschreckender Form, die auch Trainer Jens Neumeyer nicht einordnen kann.
„Ich weiß nicht, was bei uns im Moment los ist, wir spielen einmal hui und einmal pfui, ich bin da auch ratlos“, sagte der Kleenheimer Trainer nach der sechsten Saisonniederlage im 13.Meisterschaftsspiel. Mit 14:12 Punkten nimmt der einstige Oberligist nur einen enttäuschenden siebten Tabellenplatz zum Jahreswechsel ein. „Wir hatten einfach zu viele Ausfälle im Team“, wurde Neumeyer konkreter. Und dabei hatte die Mannschaft mit Michaela Eisenhardt sogar Unterstützung aus der ersten Mannschaft.
Die Kleenheimerinnen hatten sich zum Jahresabschluss sicherlich viel vorgenommen und konnten bis zum 3:3 die Erwartungen erfüllen. Dann setzten sich die Gastgeberinnen auf zwei Tore ab und führten auch nach 20 Minuten mit 8:6. Als sich die technischen Fehler häuften erhöhten die Gastgeberinnen rasch auf 11:6 und hatten beim Pausenpfiff der nicht sonderlich leitenden Aschaffenburger Unparteiischen den Vorsprung auf 14:8 ausgebaut.
Nach dem Wechsel gelang Kleenheim II zwar das erste Tor zum 9:14, doch wurde in den folgenden gut zehn Minuten die Partie verloren. Idstein/ Dotzheim legte einen 8:2-Tore-Lauf hin und ging mit 22:11 (43.) nahezu uneinholbar in Führung. Dabei konnte die Kleenheimer Deckung mehr und mehr die wuselige Kreisläuferin Daniela Bitike nicht neutralisieren. Sie düpierte Kleenheimer Abwehr ein ums andere Mal, erarbeitete Siebenmeter und erzielte sieben Treffer. Den Gästen halfen auch verschiedene Deckungssysteme nichts mehr. Zwar verlief der Rest der Begegnung ausgeglichen, doch eine Verbesserung des Resultats in der Schlußviertelstunde kam nicht zustande. Zu den insgesamt 23 (!) Fehlwürfen und elf technischen Fehlern der Kleenheimerinnen trugen auch die Unparteiischen bei, die die Gäste mehr und mehr verunsicherten.
„Unsere Leistung war schwach, die Quote im Angriff unterirdisch und in der Abwehr haben wir das Spiel über den Kreis nicht verhindern können“, analysierte Jens Neumeyer. Die 18:28 (8:14)-Schlappe der Kleenheimer „Zweiten“ ist wohl der vorläufige Tiefpunkt einer Entwicklung, die es gilt, im neuen Jahr zu stoppen! „Es ist schade, dass wir so in die Pause gehen, die Schwankungen Woche für Woche sind mir unerklärlich, daran gilt es zu arbeiten“, fasste Neumeyer zusammen.
FSG Idstein/Dotzheim: Bettina Schubert, Kristina Keis-Bilo; Franziska Schubert (2), Carolin Drews (3), Gioia Di Gregorio (3), Victoria Scheel (2), Kerstin Tandler, Daniela Bitiki (7), Jasmin Rauscher, Jessica Heuser (5/2), Yvonne Reichert (2/2), Alisa Bubitsch (2), Valerie Lampert (2).
SG Kleenheim II: Svenja Rüspeler, Jill Badtke; Steffi Engel (2), Eva König, Carolina Fischer, Kerstin Schulz (3/1), Lisa Schäfer, Carina Heußner (2/1), Julia Grygar (2), Melanie Mattheiß (1), Isabell Schepp, Dana Badtke (5/3), Johanna König, Michaela Eisenhadt (3).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Gleißner/Wirth (Aschaffenburg). / Zuschauer: 70. / Zeitstrafen: 10:4 Minuten (Kleenheim II: Schäfer/zwei). / Siebenmeter: 6/5 9/5.
Volkmar Köhler