









Handball-Landesliga Mitte, Frauen:
Lisa Schäfer und Julia Grygar spielten auf einem hohen Niveau / SG Kleenheim II meldet sich nach zwei Pleiten eindrucksvoll im Derby mit einem 35:18 (14:11)-Heimsieg über den Nachbarn TV 05/07 Hüttenberg II zurück / Auch König-Schwestern zeigten gute Leistungen (vk) „Ich bin sehr froh, das wir gewonnen haben; es war so nicht abzusehen zur Halbzeit, das wir die zweite Hälfte mit 21:7 gewinnen“, zeigte sich Kleenheims Trainer Jens Neumeyer erleichtert nach dem doch von der Höhe her völlig überraschenden 35:18 (14:11)-Heimsieg in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen der SG Kleenheim II über den ersatzgeschwächten Nachbarn TV 05/07 Hüttenberg II.„Ich kann meine Mannschaft nur loben, sie hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet nach den schwachen Leistungen unserer beiden verloren gegangenen Spiele gegen Leihgestern und in Eibelshausen “, erklärte Neumeyer weiter.
Die Gäste reaktivierten mit der Ex-Kleenheimerin Elisabeth Bach, Jasmin Zörb und Anne Köth drei Spielerinnen, die eigentlich schon aufgehört hatten. Julia Grygar beherrschte in jedem Spielabschnitt mit teilweise sehenswerten Treffern die Anfangsphase. So gelangen der 22jährigen aus Albshausen stammenden Rückraumspielerin ein Dreier-Pack zum Auftakt (3:0/4.) und ein Doppelpack zu Beginn des zweiten Durchgangs zum 16:11 (32.) und spielt wie auch Lisa Schäfer „auf hohem Niveau“ (Neumeyer). Auch eine vorübergehende Sonderbewachung für Julia Grygar konnte das Spiel der Gastgeberinnen nicht kippen. Nach dem 5:2 (9.) durch Dana Badtke, nach Carina Heußner-Vorarbeit, kamen die Gäste besser auf und verkürzten durch Maren Lüling auf 4:6 (13.) und durch die gleiche Spielerin sogar auf den 9:10-Anschluss (21.). Über 13:9 (25./Badtke-Siebenmeter) führte Kleenheim II zur Pause mit 14:11.
Nach dem Wechsel wurden die Hüttenbergerinnen förmlich überrannt vom ehemaligen Oberligisten, der aus einem 16:14 (38./Anne Köth) nach einem unglaublichen 12:0 Tore-Lauf ein spielentscheidendes 28:14 (50./Steffi Engel) machte. Während bei den Gästen Kampfgeist und Willen fehlten, die wenigen Chancen noch vertan wurden, setzte Kleenheim II, das sogar noch auf die erkrankte Christina Lind verzichten musste, konsequent nach und kam immer wieder zu schnellen und einfachen Toren. Carina Heußner gelang per Tempogegenstoß nach Vorarbeit von Johanna König das 30:15 (53.) und am Ende stand ein so nicht vorhersehbarer Kleenheimer 35:18 (14:11)-Heimsieg, mit dem sich die Spielgemeinschaft mit 14:10 Zählern wieder auf Rang sieben verbesserte. „Der Sieg für Kleenheim II war verdient, nur die Höhe ist schon bitter, mit fünf, sechs Toren Unterschied wäre in Ordnung gewesen“, sagte Hüttenbergs Co-Trainer Michael Gally wohl auch im Sinne seines „Cheftrainers“ Roland Hildebrandt, der die „schlechte Trainingsbeteiligung“ als Grund für derartige Leistungen anführt.
„Wir haben besonders nach der Pause wie aus einem Guß gespielt, endlich haben wir wieder unsere Tugenden wie Kampfgeist, mannschaftliche Geschlossenheit, eine gute Abwehr und Tempospiel gezeigt“, zeigte sich der Kleenheimer Übungsleiter, der auch der Kleenheimer 6:0-Abwehr bescheinigte „sehr gut gearbeitet zu haben“, höchst zufrieden.
Auch die beiden König-Schwestern lobte der Trainer. Neuzugang „Johanna König erzielte fünf Treffer in den letzten 20 Minuten“ und „Eva König hat sehr gut in der Abwehr gearbeitet“.
Nun muss die Kleenheimer „Zweite“ im letzten Spiel des Jahres am Sonntag bei Oberliga-Mitabsteiger FSG Idstein/Dotzheim noch einmal Flagge zeigen, um einen gelungenen Jahresabschluss zu erzielen.
SG Kleenheim II: Svenja Rüspeler, Jill Badtke (bei einem Siebenmeter, ab 54.Min.); Eva König (2), Lisa Schäfer (5), Carina Heußner (2), Julia Grygar (6), Dana Badtke (6/4), Steffi Engel (3), Kerstin Schulz (3), Isabell Schepp (2), Melanie Mattheiß (1), Carolina Fischer, Vanessa Lang, Johanna König (5).
TV 05/07 Hüttenberg II: Kira Spengler, Melanie Völker (bei einem Siebenmeter, ab 41.Min.); Sirka Geißler, Anna-Louisa Klein (2), Svenja Lüling, Maren Lüling (5), Anna-Lena Schieferstein (7/7), Sabine Melchior (2), Hannah Otto (1), Mareike Reitz, Alexandra Spengler, Anne Köth (1), Elisabeth Bach, Jasmin Zörb.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Ralf Ockert-Zuber (HSG Mörlen). / Zuschauer: 70. / Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Badtke, Fischer – Maren Lüling, Schieferstein, Melchior). / Siebenmeter: 4/4 – 9/7.
Volkmar Köhler