









Handball-Landesliga Mitte, Frauen:
SG Kleenheim II mit desolater zweiter Halbzeit / Nach 20:33 (11:15)-Abfuhr im Bezirksderby bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach auf Rang acht abgerutscht(vk) Selbst Kleenheims ansonsten besonnener und sachlicher Trainer Jens Neumeyer fand barsche Worte der Kritik nach dem desolaten Auftritt des letztjährigen Oberligisten SG Kleenheim II im Bezirksderby in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen bei der HSG Eibelshausen / Ewersbach, das mit einem 33:20 (15:11)-Erfolg an die Gastgeberinnen ging und für die Kleenheimerinnen bedeutete die fünfte Niederlage im elften Saisonspiel der Sturz auf Tabellenplatz acht.
„Man kann in Eibelshausen verlieren, wie wir uns aber in der zweiten Halbzeit haben abschlachten lassen, war schon enttäuschend, bei uns fehlte jeglicher Mumm und auch die notwendige Einstellung, um dagegen zu halten“, bilanzierte Jens Neumeyer.
Zunächst waren die Kleenheimerinnen gut dabei und Carina Heußner gelang beim 5:4 (10.) sogar eine Führung für die Gäste in der Sporthalle der Holderbergschule. Nach dem 5:5 zogen die Gastgeberinnen auf 8:5 und dann 11:6 davon. Die Kleenheimerinnen hatten in dieser Phase einen 1:7-Lauf gegen sich hinnehmen müssen. In der Folgezeit kam Kleenheim II etwas heran und der vom TV 05/07 Hüttenberg gekommene Neuzugang Carolina Fischer erzielte zum 11:14 ihren ersten und in diesem Spiel auch einzigen Treffer für die Kleenheimer „Zweite“. Die Seiten wurden beim 15:11 gewechselt. Bereits bis hierhin konnte SGK-Trainer Neumeyer schon über eine miserable Chancenverwertung klagen, die einem besseren Resultat im Wege stand.
Der Vier-Tore-Rückstand blieb bis zum 16:20 nach 41 Minuten bestehen und war noch erträglich zu nennen. Was sich allerdings dann abspielte, dafür fehlte jegliches Verständnis aus Sicht der enttäuschenden Gäste. Die Dietzhölztalerinnen stellten ihre Abwehr von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung um und im Kleenheimer Angriff lief gar nichts mehr, passte gar nichts mehr zusammen. Zudem scheiterten die Kleenheimerinnen immer wieder an der überragenden Julia Völpel im Gastgeber-Tor und fanden kein Mittel gegen die Achse Tamara Matic/Ibolya Szabados, die zusammen unglaubliche 19 (!) Tore erzielte – eines weniger als die gesamte Kleenheimer Mannschaft und dabei fehlte Matic nach einer Disqualifikation in den letzten elf Minuten noch. Nach einem weiteren Negativ-Lauf von 1:8 geriet Kleenheim II mit 17:28 ins Hintertreffen. Eibelshausen/Ewersbach machte dann aus dem 30:19 ein 33:19, ehe Carina Heußner wenigstens noch den 20.Kleenheimer Treffer anbrachte.
„Eibelshausen hat mit Völpel im Tor sowie Matic und Szabados natürlich drei überragende Spielerinnen im Team, die auch höherklassig noch spielen könnten“, erklärte Jens Neumeyer, dessen Team schon vor der Pause „zu viele Chancen hatte liegen gelassen“ und mit „schlechten Rahmenbedingungen“ vor der Partie zu kämpfen hatte, fehlten doch Johanna König und Christina Lind (beide krank) und war Eva König beruflich bedingt erst knapp vor dem Spiel eingetroffen.
„Bei uns fehlte besonders in der zweiten Halbzeit jegliches Aufbäumen, natürlich muss man auch neidlos die klare Überlegenheit des Gegners anerkennen“, sagte der Kleenheimer Trainer abschließend.
HSG Eibelshausen/Ewersbach: Julia Völpel, Lena Pohlner; Kim Tirjan (1/1), Jana Tirjan (5), Jenny Hausler, Lisa Peter (1), Milena Müller (3), Sara Schwinn, Jachqueline Müller (2), Ibolya Szabados (10), Tamara Matic (9), Stephanie Hoof (1), Marisa Müller, Danielle Müller (1).
SG Kleenheim II: Svenja Rüspeler, Marlen Stahl; Eva König, Lisa Schäfer (2), Carina Heußner (4), Julia Grygar (5), Dana Badtke (5/3), Steffi Engel (1), Kerstin Schulz, Isabell Schepp (2), Melanie Mattheiß, Vanessa Lang (n.e.), Carolina Fischer (1).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Müller/Sieß (Asbach-Modau). / Zuschauer: 200. / Zeitstrafen: 2:4 Minuten (Matic – Schäfer, Badtke). / Disqualifikation: Matic (Eibelshausen/49.Min.). / Siebenmeter: 1/1 – 5/3.
Volkmar Köhler