









3.Handball-Liga West, Frauen:
SG Kleenheim mit überzeugender Auswärtsvorstellung / 25:21 (12:11)-Sieg bei der PSV Recklinghausen / Nur 80 Zuschauer / Nicole Dauth wehrt fünf Siebenmeter ab und insgesamt 21 Bälle (vk) Die SG Kleenheim hat die knappe und unglückliche 22:23-Heimniederlage gegen die TSG Ober-Eschbach vor 14 Tagen gut weggesteckt und hat im Meisterschaftsspiel der 3.Handball-Liga West der Frauen bei der PSV Recklinghausen durch einen 25:21 (12:11)-Sieg mit einer überzeugenden Auswärtsvorstellung aufgewartet, womit die Kleenheimerinnen mit nun 20:14 Punkten auf einen respektablen vierten Tabellenplatz vorgerückt sind.„Es lagen bei Recklinghausen Welten zwischen diesem Spiel und dem Hinspiel in Oberkleen“, erinnerte Kleenheims Trainer Lucky Cojocar an den 40:30-Vorrundenerfolg der Kleenheimerinnen gegen eine offensivstarke Recklinghausener Mannschaft: Davon war im Rückspiel nicht mehr allzu viel zu sehen. Den Gastgeberinnen merkte man an, dass das Team im Abstiegskampf steckt und nach dieser Heimniederlage weiter den ersten von drei Abstiegsplätzen einnimmt.
Kleenheim ging mit 2:0 und 4:2 in Führung und hatte nach einer Viertelstunde den Vorsprung auf 8:4 (16.) ausgebaut. „Recklinghausen hat gekämpft und uns alles abverlangt“, sagte Cojocar, „es tut mir fast ein wenig Leid um diese Mannschaft“. Die dann aber mit einem tollen Lauf mit 9:8 in Führung ging. „Wir haben viel zu schnell den Vorsprung aus der Hand gegeben“, monierte Cojocar, der dann die grüne Karte legte. Die Folge: Die Gäste sammelten sich wieder, erzielten drei Tore in Folge und gingen mit 11:9 in Führung. Bis zum Pausenpfiff kam Recklinghausen auf 11:12 heran. Die Westdeutschen hatten von Anfang an eine Manndeckung gegen Kleenheims Jonna Jensen gespielt, was Cojocar zu Umstellungen zwang, weil „wir dann ohne Kreisläufer gespielt und Desiree Euler eingewechselt haben“. Euler führte sich dann auch gut ein und traf aus dem Rückraum. Über 12:12, 13:13 und 14:14 setzte sich Kleenheim dann auf 16:14 ab. Recklinghausen schaffte beim 15:16 noch ein letztes Mal den Anschlusstreffer, ehe Kleenheim nach fünf Toren in Folge auf 21:16 (51.) davonzog, womit die Entscheidung so gute wie gefallen war. Die schnelle Michaela Eisenhardt hatte durch ihre Tempogegenstöße geglänzt. Sophia Bepler wurde dann im Rückraum eingesetzt, was eine gelungene Maßnahme war. „Entscheidend war allerdings wieder Nicola Dauth im Tor“, erklärte der Kleenheimer Trainer. Sie wehrte fünf (!) Siebenmeter der Gastgeberinnen ab, entschärfte zahlreiche Bälle aus den Nahbereich und parierte insgesamt 21 (!) Würfe. Toll auch, dass die für die letzten sieben Minuten eingewechselte Monica Bochis im Kleenheimer Tor ebenfalls eine gute Leistung bot. „Das ist schon wichtig, sich auf ein Torhüter-Duo verlassen zu können“, sagte Cojocar. Über 23:18 und 24:19 holten sich die Kleenheimerinnen schließlich mit 25:21 zwei Auswärtspunkte. „Recklinghausen hat alles gegeben, wir haben dann auch viel gewechselt, dabei war es wieder ganz egal wen ich wie gewechselt habe, die Spielerinnen haben das gut gemacht“, lobte Lucky Cojocar, der Elena Schödl (krank) nicht einsetzen konnte.
PSV Recklinghausen: Iris Schultz, Leonie Bansberg, Kira Steinhaus; Anne Saxe (3), Sandra Wellsow (3), Jarominak, Jacky Brühan, Wolf, Annika Wöstmann (4), Juliane Faeske (5/3), Shari Thoms, Lea Imping (4/2), Annika Niang, Kathrin Hellweg (2).
SG Kleenheim: Nicole Dauth, Monica Bochis (ab 53.Min.); Sarah Parsons (1), Annika Bier, Andrea Schulz (1), Vanessa Deuster, Kerstin Salzmann, Anna-Lena Leib (3), Olivia Reeh (2), Michaela Eisenhardt (4), Desiree Euler (4/1), Jonna Jensen (5/3), Sophia Bepler (5), Lorena Lorenz.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Menne / Thiele (Hürth/ Bad Honnef). / Zuschauer: 80. /Zeitstrafen: 12:10 Minuten (Saxe/zwei, Wöstmann, Faeske, Thoms, Hellweg – Deuster, Reeh, Euler, Bepler, Lorenz). / Siebenmeter: 10/5 – 6/4.
Volkmar Köhler