









3.Handball-Liga West, Frauen:
Nach ganz schwacher erster Halbzeit noch in die Spur gefunden / SG Kleenheim mit erheblichen Problemen beim 29:20 (12:12)-Heimsieg über Schlusslicht TV Lobberich zum Rückrundenstart (vk) Kleenheims Trainer Constantin Lazar „Lucky“ Cojocar schob die schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft auch auf den Umstand, „das es das erste Spiel nach der Pause ist, wir müssen erst wieder unseren Rhythmus finden“. Erst im zweiten Abschnitt spielten die Kleenheimerinnen annähernd über weite Strecken so wie man sich das vorstellen kann in einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten. Dennoch vergaben die Kleenheimerinnen beim 29:20 (12:12)-Heimsieg zum Rückrundenstart in der 3.Handball-Liga West der Frauen im ersten Spiel des neuen Jahres einen sehr viel höheren Sieg.Die Mannschaft „verweigerte“ (wieder einmal) das mehrfach mögliche 30.Tor und kassierte am Schluss statt den Vorsprung zu vergrößern noch zwei, drei Gegentreffer, die völlig unnötig waren.
Schlusslicht Lobberich hat sich nach drei gewonnenen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt aber noch nicht aufgegeben. Das bestätigte Trainer Rene Baude beim anschließenden Traingergespräch. Der 36jährige Sportmanager glaubt noch an die Rettung. „Wir haben alle Mannschaften., die in unserer Nähe in der Tabelle sind, noch zu Hause bei uns“, sagt der Trainer des Neulings.
Die Kleenheimerinnen, bei denen Sarah Parsons und Michaela Eisenhardt pausierten, standen sich zunächst lange Zeit selbst im Wege, trafen freistehend mehrfach die Torumrandung und hatten nach nicht einmal 20 Minuten schon vier Mal vom Siebenmeterpunkt Nerven gezeigt. So legte der Gast vor und Kleenheims Trainer Cojocar legte schon früh die grüne Karte (9:27 Minuten), doch die Gäste nutzten weiter besser ihre Möglichkeiten und gingen nach zwölf Minuten durch Simone Schulz per Siebenmeter wieder mit 3:2 in Führung. Desiree Euler traf dann vom Siebenmeterpunkt zum 4:4 (16.) und der eigentlich nie auszuschaltenden Jonna Jensen gelang erst beim 6:5 (22.) durch Siebenmeter die erste Kleenheimer Führung. Beim 9:10 (28./Silva Goebel) führte wieder der Gast, der auch die Kleenheimer 12:10-Führung (29.) durch Elena Schödl zum 12:12-Pausenstand noch egalisierte.
Nach Wiederbeginn konnte der Meister der Oberliga Niederrhein beim 13:13 (32.) durch Rechtsaußen Nicole Hölters letztmals ausgleichen, ehe Kleenheim auf 17:13 (41.) durch den ersten Pflichtspieltreffer nach ihrer Rückkehr von Sophia Bepler davonzog. In dieser Phase war es Linkshänderin Anna-Lena Leib, die von Rechtsaußen vier zum Teil spektakuläre Treffer erzielte. Nach dem 16:21 (48.) durch Gobel erhöhten Jensen, Leib, Bepler und nochmals Leib auf 25:16 (52.), womit die Partie allmählich den erwarteten Verlauf nahm. „Die 5:1-Deckung in der ersten Halbzeit hat nicht so funktioniert, wir haben Lobberich dann mit unserer 6:0-Deckung dahin gebracht, wo wir sie haben wollten, und Nicole Dauth und Monica Bochis haben dann gut gehalten“, analysierte Kleenheims Trainer Cojocar. „Kleenheim ist uns in der ersten Halbzeit auch entgegen gekommen“, erklärte Lobberichs Trainer Rene Baude das gute Resultat seiner Mannschaft. Kleenheim dagegen vergab noch ein bessres Ergebnis und stellte nach dem 28:17 (56.) durch Deuster das Torwerfen quasi ein. Nach einem 1:3 in den letzten Minuten verpasste die Heimmannschaft den 30.Treffer und die Gäste konnten mit dem 20.Tor beruhigt die Heimreise antreten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur acht Tore bekommen“, lobte SGK-Trainer Cojocar nach dem doch klaren 29:20 (12:12)-Heimsieg seiner Mannschaft.
Mit 16:12 Punkten sind die Kleenheimerinnen nun Sechster.
SG Kleenheim: Nicole Dauth, Monica Bochis (ab 51.Min.); Elena Schödl (3), Annika Bier (1), Andrea Schulz, Isabell Faber, Vanessa Deuster (2), Kerstin Salzmann (1), Anna-Lena Leib (4), Olivia Reeh (4/2), Desiree Euler (4/2), Sophia Bepler (2), Jonna Jensen (8/4), Lorena Lorenz.
TV Lobberich 1861: Bernadett Steller (bis 44., bei einem Siebenmeter), Susann Close (bei drei Siebenmetern, ab 44.Min.); Simone Schulz (3/2), Jessica Clement, Silva Goebel (7), Daria Komander (1), Jana Kühnel (1/1), Nicole Hölters (2), Lena Beckers (3), Melanie Baude (1), Lea Krause, Nicole Funken (2), Miriam Schmitz.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Hungen/Spielgies (Königswinter). / Zuschauer: 120. / Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Reeh, Euler – Clement, Beckers). / Siebenmeter: 12/8 – 6/3.
Volkmar Köhler