









3.Handball-Liga West, Frauen:
Trainer Lucky Cojocar und Mannschaftsverantwortlicher Andreas Schnelle haben Zusammenarbeit mit der SG Kleenheim verlängert / „Kämpferin“ Sophia Bepler kehrt von Bad Wildungen wieder zurück (vk) Die SG Kleenheim hat bezüglich seiner Frauenmannschaft in der 3.Liga West zum Jahreswechsel in Sachen personelle Weichenstellung für diese und die kommende Saison schon Nägel mit Köpfen gemacht. So konnte die sportliche Leitung der Spielgemeinschaft mit dem zu dieser Saison verpflichteten Trainer Constantin Lazar „Lucky“ Cojocar und dem Mannschaftsverantwortlichen, Betreuer und Co-Trainer-Aufgaben wahrnehmenden Andreas Schnelle die Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus für die nächste Saison 2012/2013 verlängern. „Wir sind sehr mit der Arbeit der beiden zufrieden“, sagte Kleenheims Sportlicher Leiter Christian Straßheim. In der Tat waren sich der Sportlicher Leiter Christian Straßheim und Vorgänger Jürgen Klein auf der einen sowie Trainer Cojocar und „MV“ Andy Schnelle auf der anderen Seite schnell über eine weitere Zusammenarbeit einig.„Beide Seiten sind zufrieden, das kann nur gut sein, das so früh Klarheit herrscht, die Sportliche Leitung ist mit uns zufrieden und wir sehen in Kleenheim gute Rahmenbedingungen“, erklärte der 41jährige Sportlehrer „Lucky“ Cojocar zum weiteren Engagement beim aktuellen Tabellensiebten der 3.Liga West der Frauen. Cojocar ist sogar davon überzeugt, „dass wir noch einige Punkte haben liegen lassen und auch ein dritter Platz zum jetzigen Zeitpunkt möglich gewesen wäre“.
„Ich kann von Lucky Cojocar einiges lernen, das hat sehr gut gepasst in dieser Saison, Lucky ist ein absoluter Teamplayer“, begründete der 52jährige Großhandelskaufmann aus Braunfels Andreas Schnelle seine Weiterverpflichtung. Schnelle ist in Kleenheim seit 2005 dabei, seinerzeit war er mit dem jetzigen Ober-Eschbacher und einstigen Lützellindener Trainer Eckhard Weber zur Spielgemeinschaft gekommen.
„Ich freue mich sehr, das Andy Schnelle geblieben ist, ich kann mir gut vorstellen ohne einen Co-Trainer zu arbeiten, aber nicht ohne Andy Schnelle“, macht Cojocar seinem „MV“ ein Riesenkompliment.
Beide sind sicherlich auch von einer weiteren Personalie bei der SG Kleenheim äußerst angetan. Sophia Bepler, 24jährige Lehrerin, kehrt nach ihrem kurzen Gastspiel von Bundesligist HSG Bad Wildungen Vipers wieder zur SG Kleenheim zurück und ist sofort spielberechtigt. Die 1,64 Meter große Spielerin (LA, RM) gilt als absolute Antreiberin und Kämpferin. Nach der Insolvenz beim TV Mainzlar im Januar 2011 wechselte sie in der vergangenen Saison bereits schon einmal nach Kleenheim, war die letzten beiden Meisterschaftsspielen noch spielberechtigt und trug mit insgesamt acht Toren beim 26:26-Remis in Solingen-Gräfrath und beim 32:29-Heimsieg gegen den Thüringer HC II maßgeblich mit zum Kleenheimer Klassenerhalt bei. Im Sommer wechselte sie zu Bundesliga-Aufsteiger Bad Wildungen Vipers.
„Unüberbrückbare Differenzen mit dem Trainer“, waren für Beplers Ausscheiden entscheidend. Dazu kam noch, „dass ich nach jedem Training Frust geschoben habe und dafür war der Aufwand zu groß, fast jeden Tag von Hüttenberg nach Bad Wildungen zu fahren“, erklärt die aus den Reihen des TV 05/07 Hüttenberg hervorgegangene, schnelle, quirlige und torgefährliche Sophia Bepler, die in Kleenheim die Rückennummer 19 erhalten wird.
Neun Tage nach ihrem Ausscheiden kündigte die Klubführung in Bad Wildungen Trainer Soren Jeppesen und ersetzte ihn durch Markus Berchten. „Mittlerweile hat Bad Wildungen mir schon wieder ein Angebot unterbreitet“, sagt Bepler, die aber Handball spielen will.
„Wenn wir so eine Spielerin wieder bekommen können, muss man diese Chance wahrnehmen, sie ist eine Riesenkämpferin, die Mannschaft, in der sie sowieso keine Unbekannte ist, hat sie hervorragend wieder aufgenommen“, erklärt Trainer Cojocar.
Unser Foto zeigt drei wesentliche zukunftsweisende Personalia der SG Kleenheim (v.l.) Trainer „Lucky“ Cojocar, Sophia Bepler und Andreas Schnelle, mit denen der Verein auch für die nächste Saison planen kann.
Volkmar Köhler